"Ein Armutszeugnis"

NPD-Verbot: Rauball kritisiert Bundesregierung

Köln - Fußball-Ligapräsident Reinhard Rauball hat die Regierung im Zusammenhang mit dem gescheiterten Verbotsverfahren gegen die NPD kritisiert.

„Für mich ist es nach wie vor ein Armutszeugnis, dass in das Thema NPD-Verbotsantrag keine Bewegung kommt. Die Bundesregierung hat nach einem Jahrzehnt des Nachdenkens die Bedenken immer noch nicht ausgeräumt, die das Bundesverfassungsgericht moniert hat. Oder sie will es einfach nicht“, sagte der Präsident von Borussia Dortmund der Bild am Sonntag: „Es ist ein gebotener Schritt gegenüber der Gesellschaft, dass man mögliche Risiken eines Prozesses einkalkuliert, um ein klares Zeichen gegen Rechts zu setzen.“

Wolfgang Niersbach, Präsident des Deutschen Fußball-Bundes (DFB), sieht einen Bundesligisten in einer Vorreiterrolle. „Werder Bremen hat es der Politik vorgemacht und nach monatelangem Kampf ein Urteil erwirkt, durch das ein NPD-Mitglied aus dem Verein ausgeschlossen werden konnte. Und zwar, weil seine rechte Gesinnung im Gegensatz zu Werders Vereinssatzung stand. Das war ein wichtiges Signal“, sagte Niersbach.

sid

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

Meistgelesene Artikel

Altbundespräsident Roman Herzog gestorben

Berlin -  Seine „Ruck-Rede“ bleibt in Erinnerung. Unermüdlich forderte Roman Herzog die Bürger zu Reformen auf. Nun ist der Altbundespräsident im …
Altbundespräsident Roman Herzog gestorben

Künftiger Pentagon-Chef warnt Trump vor Putin

Washington - Was Donald Trump über Russland und die Nato gesagt hat, ließ in Europa Alarmglocken schrillen. Sein künftiger Verteidigungsminister …
Künftiger Pentagon-Chef warnt Trump vor Putin

Verfassungsgericht lehnt NPD-Verbot ab

Für die Länder ist es ein Schlag: Sie schaffen es nicht, ein Verbot der NPD zu erstreiten. Damit ist schon der zweite Versuch gescheitert. Das …
Verfassungsgericht lehnt NPD-Verbot ab

Kommentare