NSU-Prozess

Wohlleben soll in Untersuchungshaft bleiben

+
Ralf Wohlleben soll in U-Haft bleiben.

München - Die Bundesanwaltschaft hat sich gegen eine Entlassung des mutmaßlichen NSU-Unterstützers Ralf Wohlleben aus der Untersuchungshaft gewandt.

In einer Stellungnahme, die der Deutschen Presse-Agentur vorliegt, macht die Anklagebehörde Fluchtgefahr und eine zu erwartende hohe Gefängnisstrafe geltend. Außerdem habe sich der „dringende Tatverdacht“ gegen ihn mit der bisherigen Beweisaufnahme im NSU-Prozess „weiter verdichtet“.

Wohlleben muss sich derzeit vor dem Oberlandesgericht München wegen Beihilfe verantworten. Er hat nach Überzeugung der Anklage die Beschaffung der Mordwaffe vom Typ „Ceska“ in Auftrag gegeben und soll die Unterstützung für das NSU-Trio maßgeblich gesteuert haben. Mit der „Ceska“ soll der „Nationalsozialistische Untergrund“ (NSU) neun seiner zehn Mordopfer erschossen haben. Die Verteidigung Wohllebens hatte dessen Freilassung verlangt.

dpa

Mehr zum Thema:

Meistgelesene Artikel

Millionen protestieren gegen Trump - Präsident greift Medien an

Washington - Proteste in aller Welt haben den ersten vollen Amtstag von Donald Trump begleitet. Er selbst ignoriert sie erst einmal - und feuert …
Millionen protestieren gegen Trump - Präsident greift Medien an

Im Wortlaut: Was Trump mit erhobener Faust sagte

Washington - In seiner Antrittsrede am Freitag hat der neue US-Präsident Donald Trump das amerikanische Volk in den Mittelpunkt gestellt. Hier Trumps …
Im Wortlaut: Was Trump mit erhobener Faust sagte

Anbiedern oder Attacke? Mexiko zittert vor Trump

Mexiko-Stadt - Donald Trump regiert, die ersten Aktionen könnten sich gegen Mexiko richten - kein Land hat er mehr attackiert. Dort schwillt bereits …
Anbiedern oder Attacke? Mexiko zittert vor Trump

Kommentare