NSU-Prozess

Zschäpes AOK-Karte beschäftigt das Gericht

+
Die Hauptangeklagte Beate Zschäpe am Mittwoch zu Beginn des Verhandlungstages im NSU-Prozess am Oberlandesgericht in München.

München - In einer langwierigen und zähen Zeugenvernehmung hat das Oberlandesgericht München versucht, die Beschaffung einer Krankenversicherungskarte für Beate Zschäpe aufzuklären.

Der Mitangeklagte Holger G. hatte die AOK-Karte einer Bekannten abgekauft und sie dann an die untergetauchten Neonazis weitergegeben. Am Mittwoch hörte das Gericht nun den Ehemann der Bekannten als Zeugen - den 33-Jährigen Kaufmann Alexander S., der zumindest längere Zeit der rechten Szene in Niedersachsen angehörte.

An den konkreten Abend der Übergabe konnte oder wollte der Zeuge sich jedoch nicht erinnern. Es sei ein „feucht-fröhlicher Abend“ gewesen, sagte er. Holger G. habe seine Frau gefragt, ob sie ihre Versicherungskarte verkaufen würde. „Meine Frau hat dem zugestimmt, und wir haben 300 Euro dafür erhalten.“ An mehr erinnere er sich nicht. Der Zeuge gab zu, dass er in der rechten Kameradschaftsszene aktiv war. „Wir hatten damals eine nationalsozialistische Einstellung.“

dpa

Mehr zum Thema:

Meistgelesene Artikel

Millionen protestieren gegen Trump - Präsident greift Medien an

Washington - Proteste in aller Welt haben den ersten vollen Amtstag von Donald Trump begleitet. Er selbst ignoriert sie erst einmal - und feuert …
Millionen protestieren gegen Trump - Präsident greift Medien an

Im Wortlaut: Was Trump mit erhobener Faust sagte

Washington - In seiner Antrittsrede am Freitag hat der neue US-Präsident Donald Trump das amerikanische Volk in den Mittelpunkt gestellt. Hier Trumps …
Im Wortlaut: Was Trump mit erhobener Faust sagte

Anbiedern oder Attacke? Mexiko zittert vor Trump

Mexiko-Stadt - Donald Trump regiert, die ersten Aktionen könnten sich gegen Mexiko richten - kein Land hat er mehr attackiert. Dort schwillt bereits …
Anbiedern oder Attacke? Mexiko zittert vor Trump

Kommentare

Liebe Leserinnen und Leser,

wir bitten um Verständnis, dass es im Unterschied zu vielen anderen Artikeln auf unserem Portal unter diesem Artikel keine Kommentarfunktion gibt. Bei einzelnen Themen behält sich die Redaktion vor, die Kommentarmöglichkeiten einzuschränken, um Missbrauch zu vermeiden.

Die Redaktion