Obama geht im Golf von Mexiko baden

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Planscht mit Töchterchen Sasha im (oder besser: vor) dem Golf von Mexiko: US-Präsident Barack Obama.

Panama City Beach/USA - US-Präsident Barack Obama ist demonstrativ an der Golfküste von Florida schwimmen gegangen, um die nach der Ölpest angeschlagene Tourismusindustrie zu unterstützen.

Die Strände seien sauber, sicher und bereit für Urlauber, erklärte Obama am Samstag. Sein Besuch war der fünfte in der Region seit Beginn der Umweltkatastrophe vor fast vier Monaten. Kritiker hatten ihm vorgeworfen, die “First Family“ halte sich selbst nicht an seinen Appell, an der Golfküste Urlaub zu machen - seine Frau Michelle reiste unter anderem nach Spanien.

Der Präsident sei zusammen mit seiner Tochter Sasha im Meer baden gegangen, teilte das Weiße Haus mit. Beide planschten in der Saint Andrew Bay, die laut Landkarte eigentlich nicht zum Golf von Mexiko gehört. Bilder vom ölverschmierten Meer und schwarzen Stränden hatten nach Angaben von Veranstaltern in den vergangenen Wochen zahlreiche potenzielle Touristen abgeschreckt. Sein kurzer Aufenthalt in Florida solle seine Landsleute animieren, die Golfregion zu besuchen, erklärte Obama am Samstag.

Den Einwohnern dort sagte er zu, die Regierung werde sie nicht vergessen, auch nachdem das Ölleck endlich komplett verschlossen sei. Er werde seine Bemühungen fortsetzen, bis die Verursacher der Ölpest zur Verantwortung gezogen und die Menschen wieder auf die Beine gekommen seien, betonte der Präsident. Auch wenn das Öl nicht mehr aus dem Bohrloch ströme, stehe der Regierung noch viel Arbeit bei der Bewältigung der Umweltkatastrophe bevor.

Vor dem Abschluss der Entlastungsbohrung zum dauerhaften Verschließen der leckgeschlagenen Ölquelle will die US-Regierung unterdessen noch einige Tests durchführen lassen. Dadurch sollten potenzielle Risiken minimiert werden, sagte der Sonderbeauftragte Thad Allen. Unter anderem solle geklärt werden, ob der Druck in der Ölquelle verringert werden müsse. Das Ergebnis der Tests werde am Montagabend oder am Dienstag vorliegen.

Die Bohrung ist Teil des sogenannten “Bottom Kills“. Über den Nebenschacht soll die Quelle, die vergangene Woche bereits durch das vorhandene Steigrohr von oben mit Schlamm und Zement verschlossen wurde, auch von unten abgedichtet werden. Sollte die Entlastungsbohrung nach dem Abschluss der Tests vorangetrieben werden, könnte der Durchbruch zur Ölquelle am kommenden Wochenende erfolgen.

apn

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