Obama trifft Wen zu Zweiergespräch

Nusa Dua - Nach dem von China kritisierten Vorstoß der USA zu mehr Engagement in Asien hat US-Präsident Barack Obama sich überraschend auf Bali mit dem chinesischen Ministerpräsidenten Wen Jiabao getroffen.

Das Weiße Haus schob die Begegnung am Rande des Ostasiengipfels in Nusa Dua auf der indonesischen Insel Bali am Samstagmorgen kurzfristig ein, wie Beamte berichteten. Über den Inhalt der Gespräche, an denen auch Außenministerin Hillary Clinton teilnahm, gab es zunächst keine Angaben.

Es gibt neue Verstimmungen zwischen den beiden Ländern, seit Obama in den vergangenen Tagen einen neuen Fokus der USA auf die Pazifik-Region und Asien angekündigt hat. Unter anderem verstärken die USA ihre Truppenpräsenz mit dem Ausbau eines Kontingents auf 2500 Soldaten in Nordaustralien. Obama mahnte China, sich in der Weltwirtschaft an die Regeln zu halten, geistiges Eigentum zu respektieren und seine Währung nicht künstlich billig zu halten.

China reagierte verärgert darauf. Zudem verbittet sich Peking eine Einmischung der USA in den Territorialstreit um ein rohstoffreiches Seegebiet im Südchinesischen Meer. China will dies ausschließlich mit den betroffenen Ländern klären, darunter die Philippinen, Vietnam, Malaysia und Brunei.

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