Obama würdigt Ende des Irak-Kriegs

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Auf einem Stützpunkt der US-Streitkräfte würdigte US-Präsident Obama bei einer Ansprache am Mittwoch das Ende des Irak-Krieges.

Fort Bragg/USA - US-Präsident Barack Obama hat bei einer offiziellen Zeremonie auf einem Stützpunkt der US-Streitkräfte das Ende des Irak-Krieges gewürdigt.

Der Irak sei zwar nicht perfekt, aber die bis zum 31. Dezember friedlich abziehenden US-Truppen verließen “eine stabile Nation“, sagte er am Mittwoch vor Soldaten in Fort Bragg im US- Staat North Carolina.

Obama begrüßte Soldaten, die aus dem Einsatz aus dem Irak zurückkehrten und hob hervor, der Krieg gehe nicht mit einer “letzten Schlacht, sondern mit einem letzten Marsch nach Hause“ zu Ende. Damit werde eines der “außerordentlichsten Kapitel in der Geschichte der amerikanischen Streitkräfte“ abgeschlossen.

Obama erwähnte in seiner Ansprache die ersten Schlachten vor neun Jahren gegen die Streitkräfte des damals von Saddam Hussein beherrschten Landes. Zu der Zeit sei er noch Senator im Staat Illinois gewesen und die meisten der anwesenden Soldaten noch in der Grundschule. Später habe dann der aufreibende Krieg gegen Aufständische begonnen, mit Sprengfallen, Heckenschützen und Selbstmordattentaten.

Treffen mit Veteranen

Obama erschien mit seiner Ehefrau Michelle zu der Zeremonie. Der Präsident traf nach seiner Ankunft zunächst fünf Veteranen, die erst kürzlich aus dem Irak zurückgekehrt waren. Er setzte sich auch mit den Hinterbliebenen eines getöteten Soldaten zusammen. Seit der Invasion 2003 kamen fast 4.500 Soldaten im Irak ums Leben, 32.000 wurden verletzt.

Das Ende eines Krieges, der so lange gedauert habe, sei etwas Besonderes, erklärte der Präsident. Doch auch nach dem Abzug würden die USA den Irak weiter unterstützen. Obwohl die Mehrheit der Amerikaner den Abzug aus dem Irak befürwortet, kritisierten Teile der Republikaner den Abzug. Obama hinterlasse einen instabilen Irak und überlasse ihn dem Einfluss des Iran.

dapd

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