Özdemir für Baustopp von "Stuttgart 21"

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Schlichterspruch hin oder her: Grünen-Chef Özdemir fordert einen Baustopp für “Stuttgart 21".

Hamburg - Grünen-Chef Özdemir hat sich für einen weiteren Baustopp vom umstrittenen Bahnprojekt “Stuttgart 21“ ausgesprochen. Auch die Linken sind vom Schlichterspruch enttäuscht.

Da die vorgeschlagenen Nachbesserungen neue Kosten verursachten, sollte man die Arbeit vorerst ruhen lassen, forderte Grünen-Chef Cem Özdemir. Außerdem werde im kommenden Jahr ein neuer Landtag in Baden-Württemberg gewählt. Es sei sinnvoll, das Ergebnis abzuwarten.

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Auch der Vorsitzende des Bundestags-Verkehrsausschusses, Winfried Herrmann (Grüne), nennt den Schlichterspruch eine Enttäuschung. Heiner Geißler habe sich am Ende klar auf eine Seite geschlagen, sagte der Grünen-Politiker. Mit den geforderten Nachbesserungen werde das Projekt Stuttgart 21 noch teurer und noch fragwürdiger. Der Schlichter habe für den neuen Tiefbahnhof zwei zusätzliche Gleise gefordert. Das koste laut Experten rund 500 Millionen Euro. Weitere Nachbesserungen würden vielleicht noch einmal so viel kosten.

Hermann sagte: "In dieser Planungszeit, wo man nicht weiß, was rauskommt, wo man nicht weiß, wer die Kosten trägt, kann doch nicht einfach weitergebaut werden wie bisher."

Stuttgart 21: Argumente Pro und Contra

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Linke-Vorsitzender Gregor Gysi sagte, alle vom Schlichter vorgeschlagenen Verbesserungen am Tiefbahnhof-Konzept heilten die Grundprobleme von “Stuttgart 21“ nicht.

"Es bleibt bei zu hohen Kosten, bei der fehlenden Option für den Güterverkehr, bei den geologischen Unwägbarkeiten und Risiken sowie bei verkehrlichen Einschränkungen“, sagte Gysi. So wichtig der Austausch der Argumente bei der Schlichtung gewesen sei, so wenig könne dieses Verfahren eine Volksabstimmung ersetzen.

dapd

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