Paris warnt vor neuer Terror-Gefahr

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Al-Kaida-Kämpfer in Arika: Frankreich vermutet radikale Islamsten hinter der Entführung von fünf Franzosen im Niger.

Paris - Frankreich sieht radikale Islamisten hinter der Entführung von fünf Franzosen im Niger und warnt vor Terrorismus. Ein Krisenstab wurde in Paris eingerichtet.

Auch wenn es noch keine Bekennerschreiben gebe, gelte die Al Kaida im Islamischen Maghreb (AQMI) als wahrscheinliche Tätergruppe, sagte Außenminister Bernard Kouchner am Freitag im Rundfunk. Die fünf Franzosen und zwei Afrikaner waren am Donnerstag nahe der Urangrube Arlit von einem schwer bewaffneten Kommando verschleppt worden. Unter ihnen waren Mitarbeiter des französischen Atomtechnikkonzerns Areva.

Alle Franzosen, die sich beruflich im Norden des westafrikanischen Staates aufhielten, seien sicherheitshalber in die Hauptstadt Niamey gebracht worden, sagte Kouchner. Innenminister Brice Hortefeux hatte zuvor betont, es gebe akute Hinweise auf erhöhte Terrorgefahr für Frankreich.

Die Regierung in Paris hatte unmittelbar nach der Entführung einen Krisenstab eingerichtet, an dem am Freitag auch Präsident Nicolas Sarkozy teilnahm. Areva fördert in Arlit 1000 Kilometer nördlich von Niamey Uranerz. Der Ort liegt nicht weit von der Grenze zu den Nachbarstaaten Algerien und Mali, wo nun die Entführten vermutet werden. Neben den Franzosen wurden auch ein Togoer und ein Madagasse entführt.

Frankreich hatte nach einem Zwischenfall in Nordafrika, bei dem mehrere AQMI-Mitglieder getötet wurden, zu besonderer Vorsicht in der Region aufgerufen. Im April war ein französischer Mitarbeiter einer Hilfsorganisation ebenfalls im Norden Nigers verschleppt und später getötet worden.

dpa

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