Pentagon: IS-Führer in Libyen bei Luftangriff getötet

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Sitz des US-Verteidigungsministeriums, das Pentagon in Arlington, Virginia. Foto: Andy Dunaway/Archiv

Washington (dpa) - Die USA haben nach eigenen Angaben den Anführer der Terrormiliz Islamischer Staat in Libyen, Abu Nabil, bei einem Luftangriff getötet.

Pentagon-Sprecher Peter Cook bestätigte die US-Aktion vom Vortag und betonte zugleich, sie sei bereits vor den Terroranschlägen in Paris geplant und genehmigt gewesen.

Der auch als Wisam al-Subaidi bekannte Abu Nabil war der "Washington Post" zufolge früher ein irakischer Polizist und lange Zeit für die Al-Kaida im Einsatz. Dann habe ihn IS-Führer Abu Bakr al-Bagdadi 2014 nach Libyen geschickt, um dort einen Ableger der Gruppe aufzubauen. Cook zufolge war Abu Nabil möglicherweise auch der Sprecher in dem Video vom Februar, das die Exekution koptischer Christen zeigte.

Nabils Tod werde es für den IS schwerer machen, seine Ziele in Libyen zu erreichen, sagte der Pentagon-Sprecher. Dazu zähle das Rekrutieren von neuen Mitgliedern, der Aufbau von Stützpunkten und die Planung von Angriffen gegen die USA. Der Luftschlag zeige, "dass wir IS-Führer verfolgen, wo immer sie sich befinden", erklärte Cook.

Erst am Freitag hatte das US-Verteidigungsministerium mitgeteilt, dass der berüchtigte IS-Mörder "Dschihadi John" so gut wie sicher bei einem Drohnenangriff nahe der syrischen Stadt Al-Rakka getötet worden sei. Der aus Kuwait stammende Extremist war in mehreren Enthauptungsvideos der Terrormiliz aufgetaucht.

Pentagon-Angaben

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