Politologe rät Merkel zu Verzicht auf Wulff

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Christian Wulff.

Chemnitz - Zur bevorstehenden Wahl des Bundespräsidenten, bei der die Union Christian Wulff als Kandidat ins Rennen schickt, hat jetzt ein Chemnitzer Politologe Angela Merkel zu einem Rückzieher geraten. 

In der Debatte um den künftigen Bundespräsidenten hat der Politologe Eckhard Jesse Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) geraten, nicht länger auf Christian Wulff zu setzen. “Sie muss die Reißleine ziehen und ihn besser jetzt als drei Tage vor der Wahl zurückziehen“, sagte der Chemnitzer Politikwissenschaftler Jesse der “Freien Presse“. Bei vernünftiger Argumentation vergebe sie sich nichts.

Die Wahl von Joachim Gauck wäre ein Schritt zur vielbeschworenen inneren Einheit. Der von SPD und Grünen aufgestellte Gauck sei von Haus aus mehr der Kandidat von Union und FDP. Jesse sagte, es sei denkbar, dass Wulff in den ersten beiden Wahlgängen scheitere. Dies wäre “mindestens genauso peinlich für die Kanzlerin wie die kleine Schwäche des Rückzugs“. Zugleich bezeichnete er es als Unding, dass Wulff erst nach erfolgreicher Wahl in der Bundesversammlung als Ministerpräsident zurücktreten wolle. Nahtlose Übergänge von der Politik ins höchste Amt im Staat schadeten der Parteiendemokratie.

dapd

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