Politologe sieht Pegida-Bewegung vor dem Ende

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Die Pegida-Bewegung steht nach Ansicht des Politologen Werner J. Patzelt vor dem Zerfall. Foto: Boris Roessler/Archiv

Dresden (dpa) - Die Pegida-Bewegung steht nach Ansicht des Dresdner Politologen Werner J. Patzelt vor dem Zerfall. Die Gruppierung zerlege sich gerade selbst.

Das sagte Patzelt bei der Vorstellung einer Studie über die Anhänger der selbst ernannten "Patriotischen Europäer gegen die Islamisierung des Abendlandes" (Pegida). Der nicht repräsentativen Untersuchung zufolge sind rund ein Drittel der Demonstranten rechtsnationale Fremdenfeinde.

Mehrheitlich handele es sich jedoch um besorgte und empörte Bürger. Und an dieser Grenze falle die Bewegung derzeit auseinander. Mit der Entstehung von Pegida in Dresden sei ein Vulkan explodiert, sagte Patzelt. "Jetzt regnet es nur noch Asche."

Sachsens Regierung will ihren Dialog mit Anhängern der islamkritischen Bewegung auch nach deren Spaltung fortsetzen. Für den 10. März und den 21. April sind zwei weitere Runden des sogenannten Dialogforums geplant, teilte Staatskanzleichef Fritz Jaeckel (CDU) mit. Bürger wendeten sich weiter mit Anfragen an die Staatskanzlei: "Es sind nicht nur Beschwerden, es sind Anliegen an die Politik."

Er appellierte an die Menschen, für den Dialog auch vorhandene politische Institutionen zu nutzen und auch mal in eine Bürgersprechstunde zu gehen. Mit Blick auf die Spaltung von Pegida sagte Jaeckel, die Regierung sei nun in einer Position des Abwartens, wie sich die Dinge entwickeln.

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