Polizei-Gewerkschaft beklagt Überlastung

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Überstunden sind an der Tagesordnung. Foto: Felix Kästle

Berlin (dpa) - Die Gewerkschaft der Polizei (GdP) pocht angesichts der gestiegenen Belastung durch die Flüchtlingskrise und aktuelle Terrorwarnungen auf mehr Personal. Eine bundesweite Kampagne soll den Druck auf die Politik verstärken, teilte die GdP mit.

Die Beamten bekämen immer mehr Aufgaben, von der Bekämpfung des Terrorismus und Rechts- und Linksextremismus über die organisierte Kriminalität bis hin zur Bewältigung der Flüchtlingskrise, sagte der stellvertretende GdP-Bundesvorsitzende Jörg Radek. Doch seien seit der Jahrtausendwende rund 16 000 Stellen ersatzlos weggefallen, und die Beamten machten nun immer mehr Überstunden. "Die Polizei ist gezwungen, sich aus der Fläche zurückzuziehen", klagte er. "Deshalb hat die Polizei schon Reviere schließen müssen."

Die Kampagne "Wir brauchen Verstärkung" soll die Forderung der GdP anhand von Plakatmotiven, Radiospots, Online-Bannern und einer Webseite vermitteln.

Der Vorsitzende der Deutschen Polizeigewerkschaft (DPolG), Reiner Wendt, sagte der "Huffington Post": "Die massive Belastung macht die Leute krank." Die Polizisten seien "längst am Rande der Belastungsgrenze oder darüber hinaus". Ursachen seien neben dem Personalmangel und den vielen Großveranstaltungen in diesem Jahr wie dem G7-Gipfel vor allem die hohe Zahl der ankommenden Flüchtlinge.

Webseite der GdP-Kampagne

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