Proteste auch in China - Polizei reagiert sofort

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Die Polizei löste eine Protestkundgebung in Peking auf.

Peking - Nach einem Aufruf zu Protesten in mehreren chinesischen Städten sind die Sicherheitsbehörden umgehend gegen Aktivisten und Demonstranten vorgegangen.

In Peking löste die Polizei am Sonntag in der Haupteinkaufsstraße Wangfujing eine Ansammlung von mehreren hundert Menschen auf, wie die amtliche Nachrichtenagentur Xinhua berichtete.

Inspiriert von den Volksaufständen in Ägypten und anderen arabischen Ländern war im Internet zu einer “Jasmin Revolution“ und Demonstrationen um 14.00 Uhr Ortszeit in 13 chinesischen Städten aufgerufen worden. Die Urheber waren unbekannt. Das Informationszentrum für Menschenrechte und Demokratie in Hongkong berichtete, mehr als 100 chinesische Aktivisten seien unter Hausarrest gestellt oder in Polizeigewahrsam genommen worden. In chinesischen Online-Diensten wurde das Suchwort “Jasmin“ geblockt. Starke Polizeikräfte in Uniform und Zivil waren meist schon vor dem geplanten Zeitpunkt für die Proteste an den genannten Orten.

Wie viele Menschen dem Aufruf gefolgt waren, blieb offen. Auch bei der Demonstration in Peking war unklar, wie viele Menschen nur Zuschauer oder Mitglieder der Staatssicherheit in Zivil waren.

Die im Ausland ansässige chinakritische Webseite Boxun, die über die Proteste berichtete, wurde von Hackern attackiert und lahmgelegt. Der Aufruf hatte sich über verschiedene Internetkanäle verbreitet und wurde von Rufen nach Freiheit, Demokratie und politischen Reformen begleitet. Auch wurden Hilfen für Arbeitslose oder jene gefordert, deren Häuser für neue Immobilienprojekte abgerissen wurden und die dafür nur geringe Entschädigungen bekommen haben.

dpa

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