Sie sollen Frauen für Präsident "beschafft" haben

"Ruby"-Affäre: Neuer Prozess gegen Berlusconi-Vertraute

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Die frühere lombardische Regionalrätin Nicole Minetti wurde im November 2014 zu vier Jahren und zehn Monaten Haft verurteilt.

Rom - Der Berufungsprozess gegen zwei Vertraute des früheren italienischen Regierungschefs Silvio Berlusconi in der "Ruby"-Affäre um Sex mit minderjährigen Prostituierten muss neu aufgerollt werden.

Dies entschied das Kassationsgericht in Rom als oberste italienische Berufungsinstanz am späten Dienstagabend, wie die Nachrichtenagentur Ansa meldete.

Der ehemalige Direktor des Fernsehsenders TG4, Emilio Fede, und die frühere lombardische Regionalrätin Nicole Minetti waren im November 2014 zu vier Jahren und zehn Monaten beziehungsweise drei Jahren Haft verurteilt worden. Mit dem Urteil in zweiter Instanz hatte ein Mailänder Berufungsgericht damals bereits die Strafen reduziert. Die Staatsanwaltschaft hatte den Angeklagten vorgeworfen, Frauen für Berlusconi "beschafft" zu haben, darunter auch die minderjährige Marokkanerin Karima El Mahroug, genannt "Ruby".

Die obersten Richter in Rom nahmen am Dienstagabend die Berufung der Verteidiger der beiden an und wiesen den Einspruch der Staatsanwaltschaft gegen das Mailänder Urteil zurück. Ein dritter Angeklagter, der im November ebenfalls verurteilt worden war, hatte auf Rechtsmittel verzichtet. Der 78-jährige Berlusconi war ihm "Ruby"-Prozess letztinstanzlich freigesprochen worden.

dpa

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