Ramelow lehnt Lafontaine-Comeback ab

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Ramelow: “Wir haben eine kräftig arbeitende Doppelspitze.“

Berlin - In der Linken regt sich Widerstand gegen ein mögliches Comeback von Ex-Parteichef Lafontaine auf die bundespolitische Bühne. Bundestagsfraktionschef Gregor Gysi hatte dies nicht ausgeschlossen.

Thüringens Linke-Fraktionschef Bodo Ramelow sagte “Spiegel Online“, er sehe für einen solchen Schritt “überhaupt keine Notwendigkeit“. Unter Hinweis auf die Linke-Vorsitzenden Klaus Ernst und Gesine Lötzsch erklärte Ramelow: “Wir haben eine kräftig arbeitende Doppelspitze.“

Ramelow kritisierte zugleich Bundestagsfraktionschef Gregor Gysi, der am Mittwoch gesagt hatte, Lafontaine würde eine Rückkehr auf die Berliner Bühne in einer “Notsituation“ nicht ausschließen. “Gysi sollte jetzt keine neuen Personaldebatten vom Zaun brechen. Denn die jetzige Doppelspitze ist Produkt seiner eigenen Arbeit“, sagte Ramelow. “Es gibt keine Notsituation in unserer Partei, deshalb stellt sich die Frage auch gar nicht.“

Lafontaine war im vergangenen Jahr wegen einer Krebserkrankung von seinem Amt als Parteivorsitzender zurückgetreten. Er ist derzeit Fraktionsvorsitzender der Linken im saarländischen Landtag.

NRW-Linke für aktivere Rolle Lafontaines

Der Fraktionsvorsitzende der Linken im NRW-Landtag, Wolfgang Zimmermann, kann sich hingegen eine aktivere Rolle von Ex-Parteichef Oskar Lafontaine vorstellen. “Wir in NRW haben immer gesagt, dass wir es begrüßen, wenn Oskar sich wieder stärker einbringt“, sagte Zimmermann am Mittwoch auf dapd-Anfrage in Düsseldorf. Lafontaines “politisch-inhaltliche“ Interventionen seien gut für die Linke.

Lafontaine war im vergangenen Jahr wegen einer Krebserkrankung von seinem Amt als Parteivorsitzender zurückgetreten. Er ist derzeit Fraktionsvorsitzender der Linken im saarländischen Landtag.

In NRW liegt die Linke derzeit laut Umfragen bei 4 Prozent.

dapd

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