Ramsauer: Bevölkerung wird für Warnstreiks kaum Verständnis haben

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Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer.

Berlin - Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer hat die Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) angesichts angekündigter Streiks davor gewarnt, auf die Belange der Bahn-Kunden nicht ausreichend Rücksicht zu nehmen.

"Die Berufspendler dürfen nicht als Geiseln für Gewerkschaftskonkurrenzen herhalten", sagte der CSU-Politiker der "Bild am Sonntag" laut Vorabbericht.

Er appellierte an die Verantwortlichen, "sich nicht die Falschen zum Feind zu machen. Die Bahn-Kunden sind auch Kunden der Lokführer, und für einen solchen Streik wird die Bevölkerung kaum Verständnis haben." Als Bundesverkehrsminister sei er zur Nichteinmischung in Tarifkonflikte angehalten, sagte der CSU-Politiker, aber: "Ich muss auch an die Reisenden denken."

Die GDL hatte angekündigt, dass die Lokführer ab Montag (21. Februar) mit Warnstreiks beginnen. Eine GDL-Sprecherin erklärte am Freitag in Frankfurt am Main, weder zum Termin noch zu Orten eines möglichen Streiks gebe es bisher Beschlüsse. "Wir werden die Öffentlichkeit informieren, wenn die Beschlüsse gefasst sind", sagte sie.

Die GDL kämpft für einen Branchentarifvertrag für die 26.000 Lokführer bei allen Bahnunternehmen im Nah-, Fern- und Güterverkehr. Nach eigener Auskunft sind drei Viertel alle Lokführer in der GDL organisiert.

dapd

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