Regierung: "bestmögliche Ausrüstung" für Afghanistan-Soldaten

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Ein Soldat der Panzerbrigade 2 der Quick Reaction Force (QRF) in Nordafghanistan trägt hier die Ausrüstung "Infanterist der Zukunft".

Berlin - Außenminister Guido Westerwelle hat den Bundeswehrsoldaten in Afghanistan versprochen, sie würden die bestmögliche Ausrüstung bekommen, die sie benötigen.

"Bundeswehr und Bundesregierung werden alles tun, um das sicherzustellen“, sagte er der “Bild am Sonntag“.

Die Lage sei “sehr ernst und sehr gefährlich“. Da gäbe es nichts zu beschönigen. Der Minister versicherte, dass sich die Bundesregierung “ihrer Verantwortung genau bewusst ist.“

Westerwelle dämpfte zugleich Erwartungen in den USA, dass die Bundeswehr sich künftig verstärkt an Kampfeinsätzen im Norden Afghanistans beteiligen werde. “Wir haben Anfang des Jahres in London ein gemeinsames Afghanistan-Konzept beschlossen. Das sieht vor, dass wir künftig sehr viel stärker auf den zivilen Aufbau setzen, der natürlich militärisch abgesichert werden muss“, wird er zitiert.

Die Afghanen wollten die Sicherheit in ihre eigenen Hände nehmen. Deshalb werde Deutschland die Ausbildung einheimischer Sicherheitskräfte ausbauen. Diesem Konzept hätten in London sämtliche 70 Delegationen aus der ganzen Welt zugestimmt, auch die USA, sagte der Minister mit Blick auf den Deutschlandbesuch des ISAF-Oberkommandierenden in Afghanistan, US-General Stanley McChrystal nächste Woche.

Westerwelle warnte vor einem überstürzten Abzug aus Afghanistan. “Wir wollen nicht auf Dauer in Afghanistan bleiben. Im kommenden Jahr wollen wir in den Regionen, wo dies schon möglich ist, die Verantwortung an die Afghanen übergeben“, erklärte er und fügte hinzu, dann könnte man Ende 2011 mit der Reduzierung des Bundeswehr-Kontingents beginnen. Schließlich wolle man bis 2014 die Sicherheitsverantwortung vollständig an die afghanische Regierung übergeben.

Ein kopfloser Abzug wäre falsch. Denn dann hätten die Terroristen am Tag danach wieder das Sagen, erklärte der FDP-Chef.

apn

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