Regierung: "Rente mit 67 war und ist richtig"

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Demo gegen die Rente mit 67: Nicht jeder findet die Entscheidung der Regierung genauso richtig wie die Arbeitsministerin.

Berlin - Dass Deutschlands Bürger bis ins Alter von 67 Jahren arbeiten sollen, findet Arbeitsministerin von der Leyen (CDU) absolut okay. Die "Rente mit 67 war und ist richtig“. 

Die Bundesregierung will an der Rente mit 67 nichts ändern. “Die Entscheidung in großen Koalition, die Rente mit 67 ab dem Jahr 2029 einzuführen, war und ist richtig“, sagte Arbeitsministerin Ursula von der Leyen (CDU) dem “Tagesspiegel“.

Forderungen aus der SPD nach einer Verschiebung des Starttermins um drei Jahre auf 2015 oder nach einer Aussetzung wies sie zurück. “Ich halte die Diskussion in der SPD für hochgefährlich. Wer den gemeinsamen Weg jetzt verlässt, schiebt aus Parteitaktik das ganze Risiko auf unsere Kinder“, sagte die Ministerin.

 Alle aktuellen Zahlen zeigen laut von der Leyen, dass die Wirtschaft “das Signal verstanden“ habe und auf erfahrene Mitarbeiter setzte. Allein im Krisenjahr 2009 seien rund 300 000 Menschen über 50 Jahre neu in sozialversicherungspflichtige Arbeit gekommen. “Angesichts dieser eindeutigen Trends wäre es fatal, die Zukunftsfähigkeit unseres Landes durch eine Kehrtwende bei der Rente aufs Spiel zu setzen“, bilanzierte sie.

SPD-Chef Sigmar Gabriel, Fraktionschef Frank-Walter Steinmeier und Generalsekretärin Andrea Nahles wollen dem SPD-Präsidium am Montag Medienberichten zufolge vorschlagen, den Beginn der Rentenreform so lange auszusetzen, bis die Quote der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten zwischen 60 und 64 Jahren auf 50 Prozent gestiegen ist. Vertreter des linken Parteiflügels setzen sich dafür ein, dass der Parteitag Ende September die Aussetzung der Reform formal beschließt.

dapd

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