Regierung will Griechenland nicht aufgeben

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“Ich bin nicht bereit, jetzt schon aufzugeben“, sagte der Parlamentarische Staatssekretär beim Bundesfinanzminister, Steffen Kampeter (CDU)

Berlin - Die Bundesregierung will Griechenland auf dem Weg aus der Schuldenkrise mehr Zeit einräumen. Mit dem Festhalten an den Hilfen kümmere sich die Regierung auch um die Stabilität des deutschen Finanzwesens.

Die Bundesregierung will Griechenland auf dem Weg aus der Schuldenkrise mehr Zeit einräumen. “Ich bin nicht bereit, jetzt schon aufzugeben“, sagte der Parlamentarische Staatssekretär beim Bundesfinanzminister, Steffen Kampeter (CDU), am Donnerstagabend in der ZDF-Sendung “Maybrit Illner“. Dass zahlreiche Experten Griechenland bereits wenige Monate nach Beginn des dortigen Reformprogramms bankrottgehen lassen wollten, könne er nicht akzeptieren.

Der Staatssekretär warnte, der derzeit diskutierte teilweise Verzicht der privaten Gläubiger Griechenlands würde einen “Riesenvermögensverlust“ für die Anteilseigner der Banken in Deutschland bedeuten. Mit dem Festhalten an den Hilfen für das Mittelmeerland kümmere sich die Bundesregierung auch um die Stabilität des deutschen Finanzwesens und verhindere Milliardenverluste der hiesigen Banken. Insgesamt belaufen sich die griechischen Verbindlichkeiten in Deutschland laut Kampeter auf rund 30 Milliarden Euro.

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Der Wirtschaftsexperte der Grünen im Europaparlament, Sven Giegold, warf der Bundesregierung dagegen vor, sie täusche die Bürger über den Ernst der Lage hinweg. “Die Karten müssen auf den Tisch“, sagte Giegold. “Wir können nicht mehr so tun, als wenn es eine billige Lösung geben könnte.“ Teuer werde es für Deutschland in jedem Fall.

Der Grünen-Politiker forderte eine Beteiligung der Gläubiger, sprach sich zugleich aber vehement gegen einen Austritt Griechenlands aus der Euro-Zone aus.

dapd

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