"Große Überforderung"

Roth kritisiert Flüchtlingssituation am Berliner Lageso

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Die Bundestagsvizepräsidentin Claudia Roth steht mit wartenden Flüchtlingen vor dem Landesamt für Gesundheit und Soziales (LaGeSo) in Berlin. Foto: Kay Nietfeld

Berlin - Bundestagsvizepräsidentin Claudia Roth (Grüne) ist schockiert über die Situation von Flüchtlingen am Landesamt für Gesundheit und Soziales (Lageso) in Berlin.

"Das sind Zustände, die auf eine große Überforderung hindeuten", sagte die Politikerin am Montagmorgen bei einem Rundgang auf dem Gelände. "Man hat den Eindruck, dass hier die Menschenwürde nicht im Vordergrund steht."

Roth kritisierte insbesondere den Tonfall der Sicherheitsleute und ein aus ihrer Sicht undurchschaubares Terminsystem. Auch am Montag warteten vor dem Landesamt wieder Hunderte Flüchtlinge teils schon seit dem Vortag auf einen Termin - beispielsweise um ihre Hostel-Gutscheine zu verlängern. Bei der Öffnung des Geländes um 4.00 Uhr kam es zu einem Massenansturm auf ein Wartezelt.

Das Lageso könne nur monatsweise Leistungen gewähren, erklärte Behördenchef Franz Allert mit Blick auf den großen Andrang. Daher müssten die Flüchtlinge immer wieder kommen. Die zentrale Anlaufstelle für Flüchtlinge in Berlin-Moabit gilt seit Monaten als völlig überlastet. Der Berliner Flüchtlingsrat spricht von "menschenrechtswidrigen Zuständen".

dpa

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