Präsident revidiert "steinzeitliche" Ansichten

Ruhani für mehr Gleichberechtigung im Iran

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Der iranische Präsident Hassan Ruhani.

Teheran - Der iranische Präsident Ruhani setzt sich nun für mehr Gleichberechtigung ein. Der Grund: Wirtschaftswachstum funktioniert nur, wenn 50 Prozent der Bevölkerung, also die Frauen, nicht ignoriert werden?

Der iranische Präsident Hassan Ruhani hat mehr Gleichberechtigung für Frauen in der Islamischen Republik gefordert. „Wie soll man im Land von Entwicklung und Fortschritt reden, dabei aber den fünfzigprozentigen Anteil der Frauen in der Bevölkerung ignorieren“, sagte er bei einer Frauenkonferenz am Sonntag in Teheran. Besonders in der politischen Szene hätten die Frauen nicht den Status, den sie verdient hätten. „Daran müssen wir noch arbeiten“, sagte der Kleriker.

Auch die Klischees von Frauen in der islamischen Welt sollten ausgeräumt werden. „Auf welcher (islamischen) Basis wird überhaupt behauptet, dass Frauen zuhause bleiben und nur Männer arbeiten sollten?“, sagte Ruhani. Genauso wie Frauen sollten auch die Männer für die Erziehung der Kinder verantwortlich sein, und genauso wie Männer sollten auch Frauen arbeiten können. In seiner politischen Karriere habe er nie einen Unterschied zwischen Frauen und Männern gesehen. „Wir vertreten zwar keine feministischen Ansichten, aber auch keine aus der Steinzeit“, sagte der Präsident.

Im Iran haben Frauen nicht die gleichen Rechte wie Männer. Obwohl in den vergangenen Jahren einige Reformen - auch von der Ruhani-Regierung - durchgesetzt wurden, werden Frauen weiterhin in diversen Bereichen diskriminiert.

dpa

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