Nach Minsker Friedensabkommen

Russland hält Diskussion über Ukraine-Friedenstruppe für verfrüht

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Wie sich die Krise in der Ukraine nach dem Minsker abkommen entwickelt, ist nach wie vor unklar.

Moskau - Russland hat Diskussionen über die Entsendung von Friedenstruppen in die umkämpfte Ostukraine als verfrüht zurückgewiesen.

Solange die Vereinbarungen des im Februar verabschiedeten Friedensabkommens von Minsk nicht vollständig umgesetzt seien, wäre es "absolut falsch, andere Themen einschließlich der Frage nach Friedenstruppen aufzubringen", sagte Kreml-Sprecher Dmitri Peskow am Freitag russischen Nachrichtenagenturen.

Das ukrainische Präsidialamt hatte am Donnerstag erklärt, Moskau habe der Stationierung von Friedenstruppen im Osten der Ukraine zugestimmt. Russlands Präsident Wladimir Putin habe den Vorschlag zur Einrichtung einer Friedensmission im Donbass akzeptiert, teilte das Büro des ukrainischen Präsidenten Petro Poroschenko nach einer Telefonkonferenz der beiden Staatschefs mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und Frankreichs Präsident François Hollande mit.

In der weißrussischen Hauptstadt Minsk hatten die prorussischen Rebellen und die ukrainische Regierung im Februar unter internationalem Druck eine Friedensvereinbarung unterzeichnet. Seitdem hat die Gewalt zwar abgenommen, ist aber nicht beendet. In dem Konflikt zwischen prorussischen Separatisten und Regierungstruppen wurden in den vergangenen 13 Monaten nach UN-Angaben mehr als 6100 Menschen getötet und mehr als eine Million Menschen in die Flucht getrieben.

AFP

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