Sanders gibt Rennen um Präsidentschaftskandidatur nicht auf

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Sanders: "Die Revolution muss weitergehen." Foto: Jim Lo Scalzo

Clinton wird wohl Kandidatin der US-Demokraten, trotzdem wirft Sanders nicht hin. Er will inhaltlich weiter Einfluss nehmen und kämpfen - aber von einer eigenen Kandidatur spricht er nicht mehr.

Washington (dpa) - Bernie Sanders will im US-Präsidentschaftswahlkampf den inhaltlichen Druck auf die Demokraten aufrechterhalten. "Die Revolution muss weitergehen", sagte Sanders in einer Videobotschaft.

Allerdings verzichtete er auf alle Angriffe auf die voraussichtliche Kandidatin der Partei, Hillary Clinton.

Oberstes und gemeinsames Ziel sei, einen Präsidenten Donald Trump zu verhindern. "Ich beabsichtige, in allernächster Zukunft meinen Part in diesem Prozess zu beginnen", sagte Sanders.

Der Senator von Vermont will seine progressiven Positionen bis zum Parteitag in Philadelphia bringen. Getragen von überraschend vielen Vorwahlerfolgen dürfte Sanders sich dort eine stärkere Rolle versprechen, als wenn er das Rennen nun offiziell beenden würde. Doch auch wenn er programmatisch fordernd blieb, waren Ton und Auftreten doch deutlich versöhnlicher.

Die Demokraten müssen nach scharfem Streit im Vorwahlprozess bemüht sein, ihre Reihen zu schließen. Sanders, nach europäischen Maßstäben ein Sozialdemokrat, überzeugte überraschend viele. Er gewann 22 der 56 Vorwahlen. Clinton ist bei vielen unbeliebt. Offiziell unterstützen will Sanders sie noch nicht.

Für die endgültige Nominierung zur Kandidatin braucht Clinton die Zustimmung sogenannter Superdelegierter auf dem Parteitag, die es so nur bei den Demokraten gibt. Sanders kritisierte dieses System zuletzt. Seine Berater verbreiteten, er wolle nun nicht mehr versuchen, Clinton diese Superdelegierten abspenstig zu machen.

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