Mutterschutz: Schröder gegen Verlängerung 

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Familienministerin Kristina Schröder ( CDU) hat der geplanten Ausweitung des Mutterschutzes in der EU eine Absage erteilt.

Brüssel - Familienministerin Kristina Schröder (CDU) hat der geplanten Ausweitung des Mutterschutzes in der EU eine Absage erteilt. Sie sieht die Schonzeit von 14 Wochen als ausreichend an.

Mit der deutschen Mutterschutzregelung und dem Elterngeld habe die Bundesrepublik “eines der höchsten Absicherungsniveaus in ganz Europa“, sagte Schröder am Montag bei einem Ministertreffen in Brüssel. “Was durch eine europäische Mutterschutzrichtlinie geregelt werden soll, ist in Deutschland schon längst geregelt.“

Die EU-Kommission will den Mutterschutz von 14 auf 18 Wochen verlängern, das EU-Parlament verlangt sogar eine Ausweitung auf 20 Wochen. Einer neuen Richtlinie müssten aber auch die Mitgliedsstaaten zustimmen. Das Bundesfamilienministerium sieht die Schonzeit von 14 Wochen bei anschließender Elternzeit als ausreichend an.

Die Ausdehnung auf 20 Wochen würde die deutsche Wirtschaft nach Berechnungen des Ministeriums 1,5 Milliarden Euro pro Jahr kosten. Das europäische Minimum von 14 Wochen Mutterschutz gilt außer in Deutschland sonst nur in Malta. In Irland ist die Schonzeit 42 Wochen. Im Anschluss an den Mutterschutz gibt es in der Bundesrepublik ein einkommensabhängiges Elterngeld von maximal 1.800 Euro pro Monat, das bis zu 14 Monate ausgezahlt wird. “Dieses sehr hohe Schutzniveau wollen wir erhalten“, sagte Schröder. “Wir sehen keine Notwendigkeit für europäische Regelungen.“

Das ist Ministerin Kristina Schröder

Das ist Ministerin Kristina Schröder

dapd

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