Schuh-Wurf auf Erdogan: Drei Jahre Knast für Kurden 

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Der Täter hatte im Februar im spanischen Sevilla einen Schuh auf den türkischen Ministerpräsidenten Tayyip Erdogan geworfen. Dafür muss er drei Jahre in den Knast. 

Madrid - Ein syrischer Kurde ist in Spanien zu drei Jahren Gefängnis verurteilt worden, weil er einen Schuh auf den türkischen Ministerpräsidenten Tayyip Erdogan geworfen hatte.

Ein Provinzgericht wies die Berufung des Mannes zurück und bestätigte die Entscheidung der Vorinstanz, wie die Justizbehörde im südlichen Teil Andalusiens am Mittwoch mitteilte. Der Täter hatte im Februar einen Schuh auf Erdogan geworfen, als dieser während eines Besuchs in Sevilla in ein Auto stieg. Der Schuh flog über den Regierungschef hinweg. Der Schuhwerfer rief auf Spanisch “Lang lebe Kurdistan“ - eine Anspielung auf die umstrittene Politik der türkischen Regierung gegenüber der kurdischen Minderheit im Südosten des Landes. Seit 1984 liefern sich die türkischen Streitkräfte Kämpfe mit kurdischen Rebellen.

Seit dem Versuch eines irakischen Journalisten, Ende 2008 in Bagdad einen Schuh auf den damaligen US-Präsidenten George W. Bush zu werfen, hat es viele Nachahmer gegeben. Auch der irakische Schuhwerfer wurde zu drei Jahren Haft verurteilt, später wurde die Strafe aber auf ein Jahr reduziert. In der arabischen Welt gilt es als Zeichen größter Verachtung, einen Schuh auf jemanden zu werfen.

dapd

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