"Ehrliche Offenheit"

Schulz: EU kann bei Wiedervereinigung Zyperns helfen

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EU-Parlamentspräsident Martin Schulz (l.) mit dem türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdoğan.

Düsseldorf - EU-Parlamentspräsident Martin Schulz rechnet nach seinem Türkeibesuch mit einer baldigen Wiedervereinigung Zyperns.

„Ich habe in Ankara erstmals eine ehrliche Offenheit für die Beilegung des Zypernkonflikts zwischen Griechenland und der Türkei erlebt“, sagte Schulz der „Rheinischen Post“ (Samstag). Die EU sollte sehen, „wie sie sich auch finanziell an einer Wiedervereinigung Zyperns beteiligen kann - etwa, wenn Enteignete entschädigt werden müssen“.

Zypern ist nach einem griechischen Putsch und einer türkischen Militärintervention seit 1974 geteilt. Der griechische Süden vertritt international die ganze Insel; die türkische Republik im Norden wird nur von Ankara anerkannt. Zypern ist der EU als de facto getrennte Insel beigetreten, Unionsgebiet ist aber das gesamte Territorium. Die türkischen Zyprer sind EU-Bürger, obwohl sie auf einem Teil der Insel leben, der nicht unter der Kontrolle der anerkannten Regierung steht.

Die Verhandlungsführer beider Seiten und die Vereinten Nationen hätten sich optimistisch gezeigt, dass es zu einer Lösung kommt, sagte Schulz. „Und jetzt zeichnet sich ein Durchbruch ab, der so schnell wie möglich erzielt werden sollte.“

dpa

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