Schwarz-Gelb: Historisches Umfragetief

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Angela Merkel (CDU) und Guido Westerwelle (FDP).

Berlin - Tiefschlag für die Koalition: Das schwarz-gelbe Lager ist nach einer Umfrage bei den Bürgern so unpopulär wie seit zehn Jahren nicht mehr.

Im “Stern- RTL-Wahltrend“ fiel die Union im Vergleich zur Vorwoche um 2 Punkte auf 32 Prozent, ihren niedrigsten Wert seit der Bundestagswahl vor einem halben Jahr. Die FDP stagniert in der am Mittwoch veröffentlichten Forsa-Umfrage bei 8 Prozent. Gemeinsam erreichen Union und FDP damit nur noch 40 Prozent der Stimmen. Schlechter standen beide zusammen im “Wahltrend“ zuletzt Anfang 2000 zu Zeiten der CDU-Spendenaffäre. Der Imageverlust der Regierungsparteien nützt der Opposition: Die SPD klettert in der Umfrage um 2 Punkte auf 25 Prozent, ihren besten Wert seit der Bundestagswahl.

Die Linke steigt um einen Punkt auf 12 Prozent. Die Grünen verlieren dagegen einen Punkt und kommen auf 15 Prozent. Mit zusammen 52 Prozent liegt das Oppositionslager nun um 12 Punkte vor Schwarz-Gelb. Die Regierungskoalition ist inzwischen so unbeliebt, dass sich die meisten Deutschen die große Koalition aus Union und SPD zurückwünschen. 56 Prozent aller Befragten sagen, ihnen wäre ein derartiges Bündnis lieber als die jetzige Regierung. Der Ansicht sind sogar 45 Prozent der Unions-Anhänger. (Datenbasis für Parteipräferenz: 2502 repräsentativ ausgesuchte Bundesbürger vom 15. bis 19. März 2010, statistische Fehlertoleranz: +/- 2,5 Prozentpunkte. Datenbasis für Koalition: 1000 Befragte am 18. und 19. März 2010, statistische Fehlertoleranz: +/- 3 Prozentpunkte.)

dpa

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