Seehofer beim Papst

Benedikt XVI. will Bayern nicht mehr besuchen

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Der bayerische Ministerpräsident Horst Seehofer (3.v.l., CSU) bekam zusammen mit der bayerischen Landtagspräsidentin Barbara Stamm (2.v.l. CSU), der bayerischen Wirtschaftsministerin Ilse Aigner (l, CSU), der bayerischen Europaministerin Beate Merk (CSU), dem Integrationsbeauftragte der bayerischen Staatsregierung Martin Neumeyer (CSU) und dem bayerischen Kultusminister Ludwig Spaenle (CSU) eine Führung von dem Geistlichen Botschaftsrat an der deutschen Botschaft beim Heiligen Stuhl, Eugen Kleindienst (l), durch den Petersdom im Vatikan.

Rom - Bayerns Ministerpräsident Seehofer trifft Papst Franziskus in Rom, doch die Hauptnachricht ist für Katholiken eine andere: Benedikt, der Papst im Ruhestand, will seine Heimat Bayern nicht mehr besuchen.

Der zurückgetretene Papst Benedikt XVI. will seine bayerische Heimat nicht mehr besuchen. Das berichtete Ministerpräsident Horst Seehofer (CSU) am Montag nach einem privaten Treffen mit Benedikt im Vatikan. „Er hat Nein gesagt“, sagte Seehofer. „Er hat sich eine Regel gegeben: Er ist jetzt Mönch, und diese Regel möchte er nicht aufgeben.“ Der emeritierte Pontifex wohnt abgeschieden von der Öffentlichkeit innerhalb der Vatikanmauern in einem kleinen Kloster.

Seit Benedikts Rücktritt vor gut einem Jahr war spekuliert worden, ob der frühere Münchner Erzbischof noch einmal in seine Heimat reisen werde. Doch Benedikt hat offensichtlich andere Pläne. Gesundheitlich sei der 87-Jährige in recht guter Verfassung, sagte Seehofer. „Er hat über Bayern alles im Kopf.“

Zuvor traf Seehofer (CSU) im Apostolischen Palast Benedikts Nachfolger Franziskus. Thema war unter anderem die Vielzahl der Flüchtlinge, die Europa aus Afrika und anderen Weltregionen erreichen. Der Papst habe einen Einsatz für die Schwachen angemahnt, sagte Seehofer. „Eine extrem starke Persönlichkeit“, fasste der CSU-Chef anschließend seinen Eindruck vom Papst zusammen. „Es war mit Händen zu greifen, dass er ein Anhänger des Zupackens ist.“

Seehofer überreichte Franziskus einen großen Präsentkorb mit bayerischen Spezialitäten, darunter Bier, Dauerbrezen, Griebenschmalz, Würzburger Silvaner, Senf und Obstler - und einen Scheck über 5000 Euro für syrische Flüchtlingskinder im Libanon. Der Papst bedankte sich auf Deutsch - und überreichte Seehofer im Gegenzug ein Exemplar seines ersten apostolischen Lehrschreibens „Evangelii Gaudium“ (Freude des Evangeliums).

dpa

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