Gefechte in Slawansk 

Separatisten töten angeblich acht Soldaten

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Bei Gefechten in Slawjansk haben die Separatisten nach eigenen Angaben am Mittwoch mindestens acht ukrainische Soldaten getötet.

Slawjansk - Bei neuen Gefechten nahe der ostukrainischen Stadt Slawjansk haben prorussische Kräfte nach eigenen Angaben mindestens acht Soldaten der Regierungstruppen getötet und sieben verletzt.

Auch die Separatisten hätten Verluste erlitten, sagte der selbst ernannte „Volksbürgermeister“ von Slawjansk, Wjatscheslaw Ponomarjow, am Mittwoch der Agentur Interfax. Eine unabhängige Bestätigung gab es zunächst nicht. Bei den nächtlichen Gefechten hätten die moskautreuen Kämpfer auch „mehrere“ gepanzerte Fahrzeuge zerstört, behauptete Ponomarjow. Erst am Vortag waren bei einem Angriff auf eine Militärkolonne mindestens sechs Soldaten getötet worden.

Lawrow: Ukraine steht kurz vor einem Bürgerkrieg

Die Ukraine steht nach Einschätzung von Russlands Außenminister Sergej Lawrow am Rande eines Bürgerkriegs. "Wenn Ukrainer sich gegenseitig töten, dann befinden wir uns so nahe wie nur irgend möglich an einem Bürgerkrieg", sagte Lawrow am Mittwoch in einem Interview mit dem Sender Bloomberg TV. Im Osten und Süden der Ukraine herrsche bereits "ein echter Krieg, in dem schwere Waffen eingesetzt werden".

Ein solches Umfeld sei nicht geeignet, um freie und faire Wahlen abzuhalten, sagte Lawrow mit Blick auf die für den 25. Mai angesetzte Präsidentschaftswahl. Die Übergangsregierung in Kiew geht seit Mitte April mit einer Militäroffensive gegen die Separatisten im Osten des Landes vor. Am Dienstag wurden bei Gefechten mit Milizen sieben Soldaten getötet.

Lawrow bekräftige seine Forderung, auch Vertreter der prorussischen Aktivisten an den Verhandlungen mit der Übergangsregierung zu beteiligen: "Für einen Erfolg dieses nationalen Dialogs ist es unerlässlich, dass alle Regionen der Ukraine daran teilnehmen." Am Mittwochnachmittag soll in Kiew erstmals ein runder Tisch zur Beilegung der Krise stattfinden. Die Separatisten, die eine Abspaltung der Regionen Donezk und Lugansk von der Ukraine fordern, sind zu dem Treffen allerdings nicht eingeladen.

dpa/AFP

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