Serbien zu Kosovo-Gesprächen mit EU bereit

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Der serbische Präsident Boris Tadic.

Belgrad - Serbien will nun doch mit der EU über die seit 2008 unabhängige ehemalige serbische Provinz Kosovo sprechen.

“Eine Regierungsdelegation wird in Kürze nach Brüssel reisen, um mit den EU-Behörden über die Kosovo-Resolution zu reden“, sagte Serbiens Präsident Boris Tadic am Samstag. Die Regierung in Berlin begrüßte dies.

“Im Auswärtigen Amt wird die erklärte Gesprächsbereitschaft der serbischen Regierung positiv bewertet“, teilte das Auswärtige Amt mit. Dafür habe auch Bundesaußenminister Guido Westerwelle bei seinem Besuch in Belgrad vor wenigen Tagen geworben. Serbien will sich mit der Abspaltung der mehrheitlich von Albanern bewohnten Ex-Provinz nicht abfinden und über eine UN-Resolution neue Verhandlungen über den staatsrechtlichen Status des Kosovos erzwingen.

Westerwelle hatte mit Blick auf die geplante serbische UN-Resolution die Hoffnung auf einen “dritten Weg“ als Kompromiss geäußert. Tadic deutete am Samstag Entgegenkommen an. “Ich denke, dass unsere Resolution voller Kompromisse ist“, sagte der serbische Präsident. “Ich denke aber auch, dass niemand gegen Verhandlungen sein kann.“ Eine Anerkennung der Unabhängigkeit des Kosovos schloss er aber weiter kategorisch aus. “Serbien wird niemals das Kosovo anerkennen. Das ist für uns eine rote Linie, die wir nie übertreten werden.“

Deutschland will dem Kosovo möglichst schnell zur Anerkennung durch alle EU-Staaten verhelfen. Die noch zögernden EU-Mitglieder hatte Westerwelle am Freitag in Pristina aufgerufen, die Unabhängigkeit der ehemalige serbischen Provinz zu akzeptieren. Bislang fehlt die Zustimmung noch aus 5 der 27 EU-Staaten - Spanien, Griechenland, Slowakei, Rumänien und Zypern.

dpa

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