Debatte um Belästigung von Frauen 

Sexismus: Bei CSU-Frau Hasselfeldt setzt es gleich Backpfeifen

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Gerda Hasselfeldt

Berlin - Die CSU-Politikerin Gerda Hasselfeldt rät Frauen bei Fällen von Sexismus, sich umgehenden zur Wehr zu setzen. "Die sofortige Reaktion ist ausschlaggebend", sagte Hasselfeldt am Dienstag in Berlin.

Ihren Ratschlag unterstrich Hasselfeldt, die als junge Frau in dem Gasthaus ihrer Eltern in Bayern kellnerte, mit einer persönlichen Erfahrung aus dieser Zeit.

"Da habe ich einem angetrunkenen Gast mal links und rechts eine Ohrfeige gegeben, weil er mich unsittlich angefasst hat", erinnerte sich die Vorsitzende der CSU-Abgeordneten im Bundestag. "Obwohl er ziemlich betrunken war, hat es gewirkt - dauerhaft."

Hintergrund der Äußerungen sind die von einer Berliner CDU-Politikerin erhobenen Sexismus-Vorwürfe gegen Parteimitglieder. Hasselfeldt befürwortete eine Diskussion über Sexismus. Das sei aber eine Debatte, die nicht auf einzelne Parteien oder die Politik begrenzt werden dürfe. "Sondern das ist eine Diskussion, die sich durchaus auch eignet für die Gesellschaft insgesamt."

Besondere Debatte in der Union hält Hasselfeldt für "überzogen"

Die Union sieht die CSU-Politikerin trotz der aktuellen Vorwürfe allerdings nicht in der Pflicht, sich diese Debatte "in besonderer Weise zu eigen" zu machen. Dies sei "überzogen", sagte die CSU-Landesgruppenchefin.

Die Berliner Kommunalpolitikerin Jenna Behrends hatte am Freitag einen offenen Brief veröffentlicht, in dem sie ihrer Partei Sexismus und Verleumdungen vorwirft. Der von ihr in diesem Zusammenhang genannte CDU-Landeschef Frank Henkel hat sich inzwischen zu einem Gespräch bereit erklärt. Behrends hatte auf der Online-Plattform "Edition F" unter anderem geschrieben, der Senator habe sie eine "große süße Maus" genannt und einen Kollegen gefragt: "Fickst du die?"

AFP

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