350.000 Illegale Stimmzettel beschlagnahmt

Skandal bei Parlamentswahl in Bulgarien

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Am Samstag waren in einer Druckerei 350.000 illegale hergestellte Stimmzettel sichergestellt worden.

Sofia - Überschattet von Manipulationsvorwürfen haben im ärmsten EU-Land Bulgarien am Sonntagmorgen vorgezogene Parlamentswahlen begonnen.

Knapp sieben Millionen Wähler sind aufgerufen, 240 Abgeordneten neu zu bestimmen. Der Urnengang wurde nötig, nachdem die bürgerliche Regierung unter Boiko Borissow im Februar angesichts von Massenprotesten gegen Armut und Korruption zurückgetreten war. Dennoch werden der konservativen ehemaligen Regierungspartei GERB in Umfragen wieder beste Chancen auf einen Wahlsieg eingeräumt. Die Sozialisten dürften demnach zweitstärkste Kraft werden. Auch mehrere kleinere Parteien rechnen mit einem Einzug ins Parlament.

Am Samstag waren in einer Druckerei 350.000 illegale hergestellte Stimmzettel sichergestellt worden. Sozialisten-Chef-Sergej Stanischew sprach mit Blick auf die GERB von einem „Szenario der Wahlfälschung“. Die Parteien in dem Balkanland werfen sich gegenseitig Stimmenkauf vor. In 26 Fällen wird bereits ermittelt.

dpa

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