Sorge um tödliche Erreger in Pentagon-Laboren

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Im vergangenen Monat löste die Nachricht Proteste aus, dass Anthrax-Bakterien an eine US-Militärbasis in Südkorea verschickt wurden. Nun weitet sich die Pentagon-Panne aus. Foto: Kim Chul-Soo

Washington (dpa) - Mitarbeiter der sichersten Pentagon-Labore haben Proben von potenziell tödlichen Erregern möglicherweise falsch gekennzeichnet, unsachgemäß gelagert und verschifft.

Vergangene Woche hatte der Fund von Anthrax-Bakterien im einer Armee-Einrichtung im Staat Utah zur vorsorglichen Schließung aller neun Pentagon-Labore geführt. Neben dem potenziell tödlichen Milzbranderreger ermittelt die Armee nun auch wegen möglicher Pest- und Enzephalitiserreger, sagte Pentagonsprecher Peter Cook am Donnerstag.

Derzeit werde ermittelt, ob die Erreger eine Gefährdung darstellten und ob sie möglicherweise an andere Labore verschifft oder falsch beschriftet wurden, sagte Cook. Bislang gebe es aber keine Hinweise, dass die Gesundheit der Mitarbeiter oder der Menschen außerhalb des Labors gefährdet sei. "Das heißt nicht, dass wir dieser Sache nicht auf den Grund gehen und nicht jeden Stein umdrehen werden", sagte Cook. Das Programm des Verteidigungsministeriums zum Kampf gegen biologische Kampfmittel habe "eindeutig einige Probleme" gehabt. Die Arbeit mit dem größten Teil der Erreger sei nun gestoppt worden.

Im Mai war bekannt geworden, dass Anthrax-Bakterien an Labors in neun Bundesstaaten sowie an eine US-Militärbasis in Südkorea verschickt wurden. Im Juni wurde bekannt, dass möglicherweise aktive Anthrax-Sporen Jahre zuvor an ein US-Labor in Landstuhl geliefert worden waren. Bei Anthrax oder auch Milzbrand handelt es sich um eine Krankheit, die verschiedene Organe befallen und zum Tode führen kann.

Pentagon-Labor Dugway Proving Ground

USA Today

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