SPD-Kanzlerkandidatur: Steinbrück holt auf

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Ex-Finanzminister Peer Steinbrück macht in den Augen vieler Bürger Boden gut im Rennen um die SPD-Kanzlerkandidatur.

Berlin - Ex-Finanzminister Peer Steinbrück macht in den Augen vieler Bürger Boden gut im Rennen um die SPD-Kanzlerkandidatur. Wenn am nächsten Sonntag Bundestagswahl wäre, käme die Union unterdessen nur noch auf 33 Prozent.

Laut ZDF-“Politbarometer“ meinen nur noch 36 Prozent (Mai: 43 Prozent), die SPD habe mit Fraktionschef Frank-Walter Steinmeier die besten Chancen, teilte das ZDF am Freitag mit. 33 Prozent (Mai: 25 Prozent) sehen diese eher bei Steinbrück. Abgeschlagen bleibt SPD-Chef Sigmar Gabriel mit 13 Prozent (Mai: 15 Prozent). Bei den SPD-Anhängern liege Steinbrück mit 43 Prozent sogar noch vor Steinmeier mit 39 Prozent und Gabriel, der hier nur auf 12 Prozent kommt.

Grünen-Fraktionschefin Renate Künast zeigte sich skeptisch. Auf die Frage, ob es aus Grünen-Sicht einfachere Kandidaten als Steinbrück gebe, sagte sie “Spiegel Online“: “Ja.“ Zunächst müsse die SPD zudem klären, wo sie hin wolle. “Noch hat sie ihren roten Faden nicht wiedergefunden.“ Wenn das geschehen sei, müsse sich auch “einer wie Steinbrück dort einfügen“.

Wenn am nächsten Sonntag Bundestagswahl wäre, käme die CDU/CSU nur noch auf 33 Prozent (minus 1) und die SPD auf 29 Prozent (plus 1). Die Grünen liegen unverändert bei 22 Prozent. Die Linke bliebe bei 7 Prozent, die FDP käme mit 4 Prozent nicht wieder in den Bundestag.

Steinbrück bleibt in der Politikerwertung auf Platz 1, mit einem Durchschnittswert von 1,6 (Juni: 1,4). Auf Platz 2 liegt jetzt Finanzminister Wolfgang Schäuble (CDU), der sich deutlich auf 1,4 verbessert hat (Juni: 1,0). Steinmeier kommt jetzt mit 1,3 (Juni: 1,4) nur noch auf Platz drei, danach folgt Verteidigungsminister Thomas de Maizière (CDU) mit ebenfalls 1,3. Deutliche Einbußen muss Kanzlerin Angela Merkel (CDU) hinnehmen, deren Bewertung auf 0,9 zurückgeht (Juni: 1,2).

dpa

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