Steigende Kosten für Bestattungen: Linke fordert Standards

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Mehrere zum teil anonyme Gräber am 02.02.2015 des Friedhofes Berlin Süd-Ost. Der Friedhof Berlin Süd-Ost bietet Sozial- und Ordnungsbehördlichen Bestattungen an. Foto: Felix Zahn/dpa (zu dpa "Kein Geld fürs Grab - Immer mehr Sozialbestattungen in Deutschland" vom 08.02.2015)

Berlin (dpa) - Immer mehr Menschen können sich die Bestattung ihrer verstorbenen Angehörigen nicht leisten. Im Jahr 2013 bekamen nach Angaben des statistischen Bundesamtes knapp 23 500 Menschen finanzielle Hilfe, 2006 waren es noch 13 800.

Auch die Kosten für Sozialbestattungen sind in diesem Zeitraum gestiegen: Die Sozialämter unterstützten Angehörige 2013 mit etwa 60,6 Millionen Euro. 2006 lagen die Ausgaben noch bei 41,3 Millionen. Welche Leistungen übernommen werden, ist in Deutschland nicht einheitlich geregelt.

Die Linken-Abgeordnete Sabine Zimmermann warnte auch mit Blick auf die zunehmende Altersarmut vor einem weiteren Anstieg. Sie fürchtet angesichts der steigenden finanziellen Belastung, dass die Kommunen die Kostenübernahme absenken könnten. "Dabei wäre es in vielen Regionen notwendig, die Leistungen anzuheben, um auch armen Menschen ein würdevolles Begräbnis zu Teil werden zu lassen." Ein sichtbares Armenbegräbnis sei eines Sozialstaates unwürdig.

Deshalb fordert sie "verbindliche und bundesweit einheitliche Standards, die ein Mindestniveau an Bestattungskultur und Menschlichkeit garantieren und über das bloße "unter die Erde bringen" hinaus gehen."

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