Steinbach warnt vor Relativieren der Vertreibung

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Warnt vor einem Relativieren der Vertreibung: Vertriebenen-Präsidentin Erika Steinbach (CDU)

Berlin - Vertriebenen-Präsidentin Erika Steinbach hat Nachbarländer davor gewarnt, die Vertreibung vieler Deutscher zu relativieren.

“Solche Töne sind einfach gespeist aus archaischem Blutrachedenken“, sagte sie am Samstag in Berlin, ohne jedoch ein Land konkret zu nennen. “Jeder im Lande weiß nun wirklich, wer den Zweiten Weltkrieg begonnen hat. Jeder im Lande kennt die Barbareien des nationalsozialistischen Deutschlands.“ Die Dramatik der Vertreibung lasse sich auch nicht unter Hinweis auf Ursache und Wirkung relativieren, “wie es in der deutschen Politik und in manchen unserer Nachbarländer gang und gäbe ist“.

So begann der Zweite Weltkrieg

So begann der Zweite Weltkrieg

Steinbach war im September mit einer Äußerung über die polnische Mobilmachung vor dem Zweiten Weltkrieg in Kritik geraten. Sie hatte einen Vertriebenenfunktionär in Schutz genommen, der Polen wegen seiner frühzeitigen Mobilmachung Mitschuld am Ausbruch des Zweiten Weltkriegs gegeben hatte. Die polnische Mobilisierung vor dem Zweiten Weltkrieg sei ein “Faktum“, hatte Steinbach gesagt und hinzugefügt: “Ich kann es doch nicht ändern, dass Polen mobil gemacht hat.“

Am Samstag stellt Steinbach sich am Samstag zur Wiederwahl als Verbandspräsidentin.

dpa

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