Strobl: "Privat bleibt privat"

Sprachvorgaben: CDU kritisiert CSU-Vorstoß

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Thomas Strobl

Stuttgart - Der stellvertretende CDU-Bundesvorsitzende Thomas Strobl hält nichts von der Forderung der Schwesterpartei CSU, wonach Zuwanderer auch zu Hause deutsch sprechen sollen.

„Mein Verständnis von christdemokratischer Politik ist, dass wir uns zu dem, was in den vier Wänden einer Familie passiert, in äußerster Zurückhaltung üben“, sagte er der Deutschen Presse-Agentur (dpa). „Privat bleibt privat.“ Zugleich machte Strobl klar, dass seiner Meinung nach jedes Kind, das in die Grundschule kommt, ausreichend deutsche Sprachkenntnisse haben müsse. „Hier müssen die Eltern ihrer Verantwortung gerecht werden.“

In einem Entwurf für einen Leitantrag zum CSU-Parteitag am Wochenende heißt es: „Wer dauerhaft hier leben will, soll dazu angehalten werden, im öffentlichen Raum und in der Familie deutsch zu sprechen.“ Der CSU-Vorstand will an diesem Montag über die Leitanträge beraten.

Der Vorsitzende des Bundestags-Innenausschusses, Wolfgang Bosbach (CDU), sagte der „Passauer Neuen Presse“ (Montag): „In dem Antrag der CSU geht es erkennbar nicht um die Einführung einer Rechtspflicht, zu Hause deutsch zu sprechen, das entscheidet ohnehin jede Familie individuell. Sondern um die Betonung der Bedeutung von Sprachkenntnissen für eine erfolgreiche Integration, insbesondere von Kindern.“ Der CDU-Bundestagsabgeordnete Jens Spahn sagte der Zeitung: „Von staatlicher Sprachkontrolle zu Hause halte ich nichts. Es schadet nicht, wenn Kinder zweisprachig aufwachsen.“

dpa

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