Stuttgart 21: Özdemir erhebt schwere Vorwürfe

Berlin - Der Ton im Streit um Stuttgart 21 wird schärfer. Grünen-Chef Cem Özdemir sagte mit Blick auf die Ausschreitungen im Stuttgarter Schlosspark, die Gewalt sei von der baden-württembergischen Landesregierung ausgegangen.

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Innenminister Heribert Rech (CDU) habe “auf skandalöse Weise ältere Damen, Jugendliche, die friedlich demonstrieren, und Mütter zusammenprügeln“ lassen, sagte Özdemir im ARD-“Morgenmagazin“. “Ich appelliere an die Landesregierung, zurückzukehren zu vernünftigen Umgangsformen.“ Özdemir sprach sich erneut gegen Stuttgart 21 aus. Das Projekt sei der Bahn durch die Politik “aufs Auge gedrückt“ worden. Der Beschluss sei aufgrund von Informationen zustande gekommen, die sich als “vollständig falsch erwiesen haben“.

Stuttgart 21: Wasserwerfer gegen Demonstranten

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Özdemir: “Kompliment an alle, die sagen, Irrsinn muss man verhindern.“ Sprecher der Stuttgarter Demonstranten erhoben schwere Vorwürfe gegen die Polizei. Matthias von Herrmann von der “Initiative Parkschützer“ sagte in der ARD, die Protestierenden würden kriminalisiert. Die Gewalt sei ausschließlich von der Polizei ausgegangen. “Es gab Schläge ins Gesicht und an die 400 Augenverletzungen durch Tränengas.“

Herrmann sagte, er erwarte für eine neue Großdemonstration am Freitagabend bis zu 100 000 Teilnehmer. Die baden-württembergische Verkehrsministerin Tanja Gönner (CDU) kritisierte hingegen das Vorgehen der Demonstranten. Sie sagte im Deutschlandfunk, man werde “nachdenklich, wenn man Baustellen für Zukunftsprojekte derartig absichern“ müsse. So hätten Schüler einen Polizeiwagen besetzt. Die Ministerin deutete an, dass Demonstranten Kinder “bewusst nach vorne geschoben“ hätten. “Ich bin mir nicht sicher, ob man das als friedlich bezeichnen kann.“ Einen Baustopp schloss Gönner erneut aus.

dpa

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