Syrien lässt Ultimatum verstreichen

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Syriens Präsident Bashar al-Assad.

Beirut - Ein führender Diplomat der Arabischen Liga hat mitgeteilt, dass Syrien die Frist für die Zulassung einer Beobachtermission missachtet habe. Das Assad-Regime hat mit keiner Silbe auf die Forderungen reagiert.

Die Liga hatte bei Nichtbeachtung mit Wirtschaftssanktionen gedroht. Der Diplomat sagte, die für Freitagnachmittag gesetzte Frist sei ohne ein Wort aus Damaskus verstrichen.

Der türkische Außenminister Achmet Davutoglu hatte sich der Forderung nach einer Beobachter-Mission angeschlossen. Damaskus könne seinen guten Willen beweisen, wenn es die Forderung der Arabischen Liga erfülle, sagte Davutoglu am Freitag.

Die Geduld der Türkei und der arabischen Länder gehe angesichts des Blutvergießens in Syrien zu Ende, warnte Davutoglu bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit dem neuen italienischen Außenminister Giulio Terzi in Istanbul. Terzi bezeichnete die Situation in Syrien als eine “besorgniserregende Tragödie“.

Damaskus antwortet mit heftigen Beschuldigungen

Zuvor hatte Syrien das Ultimatum der Arabischen Liga zur Annahme eines Friedensplans und Öffnung für eine Beobachtermission scharf zurückgewiesen. Die amtliche syrische Nachrichtenagentur SANA warf der Arabischen Liga am Freitag vor, sie sei zu einem “Werkzeug für die ausländische Einmischung“ geworden. Sie diene einer westlichen Agenda, um Unruhe in die Region zu tragen.

Syrien ist ein Gründungsmitglied der Arabischen Liga. Für (den heutigen) Freitag planten Regimekritiker in Syrien erneut Protestaktionen.

dapd

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