Tauss: Staatsanwalt verzichtet auf Revision

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Staatsanwalt legt keine Revision gegen das Tauss-Urteil ein.

Karlsruhe - Die Staatsanwaltschaft Karlsruhe verzichtet auf Rechtsmittel gegen das Urteil im Fall des ehemaligen Bundestagsabgeordneten Jörg Tauss.

Das bestätigte der Sprecher der Anklagebehörde, Rainer Bogs, am Montag auf Anfrage. Allerdings hat der Verteidiger des langjährigen SPD-Bundestagsabgeordneten Revision eingelegt. Damit ist das Urteil des Landgerichts Karlsruhe vom 28. Mai 2010 nicht rechtskräftig. Das Landgericht hatte Tauss zu einem Jahr und drei Monaten Freiheitsstrafe auf Bewährung verurteilt, weil er sich Kinderpornografie beschafft und weitergegeben habe.

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Die Zweite Große Strafkammer sah es nach fünftägiger Hauptverhandlung als erwiesen an, dass der 56-Jährige, der inzwischen parteilos ist, aus privaten Gründen Kontakt mit der Kinderporno-Szene aufnahm. Tauss sagte dagegen aus, er habe als Abgeordneter recherchiert, um die neuen Verbreitungswege zu belegen. Nach dem Gesetz muss eine Woche nach der Urteilsverkündung Revision eingelegt werden. Danach wird der Antrag unzulässig. Diese Frist lief in der Nacht zum Samstag ab.

dapd

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