Tunesien: Mbazaa neuer Präsident - Feuergefecht vor Innenministerium 

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Tunesiens neuer Präsident: Foued Mbazaa (77).

Tunis/Paris - Tunesiens neuer Präsident, Foued Mbazaa, soll Neuwahlen vorbereiten. Nach seiner Vereidigung beschossen sich in Tunis Soldaten und Polizisten. 

Am Samstag ernannte der Verfassungsrat Foued Mbazaa (77) zum Übergangs-Präsidenten, der nach Angaben des Staatsfernsehens bereits wenig später vereidigt wurde. Mbazaa soll Neuwahlen vorbereiten. Nach der Flucht von Präsident Ben Ali ins saudische Exil hatte zunächst Ministerpräsident Mohamed Ghannouchi am Freitag die Amtsgeschäfte übernommen.

Ben Ali hatte vor seiner Flucht den Ausnahmezustand verhängt und die Macht Ministerpräsident Ghannouchi als Interims-Präsidenten übertragen. Laut Verfassung ist das jedoch nur für eine begrenzte Zeit möglich. Sie sieht vor, dass der Vorsitzende des Parlaments das Amt des Präsidenten treten soll. Oppositionspolitiker hatten bereits kritisiert, dass die Ernennung Ghannouchis als Interim-Präsident verfassungsrechtlich bedenklich sei.

Feuergefecht vor Innenministerium

Kurz nach der Vereidigung von Mbazaa kam es vor dem tunesischen Innenministerium in Tunis zu einem Feuergefecht zwischen Soldaten und Polizisten. Journalisten der Nachrichtenagentur AP beobachteten, wie zwei Menschen nach dem Schusswechsel am Boden lagen. Ob sie tot oder verletzt waren, blieb zunächst unklar. Auf den Dächern des Innenministeriums wurden Scharfschützen gesehen.

Chaos: Staatskrise in Tunesien

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dpa/dapd

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