Nach Annexion

Letztes Schiff der Ukraine auf Krim gestürmt

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Rusisches Militär hat auf der Krim das Kommando übenommen.

Kiew - Auf der Krim wurde das letzte ukrainische Schiff gestürmt. Die OSZE schickte erste Vorausteams ihrer Beobachtermission in die unruhigen Gebiete in der Ukraine.

Nach der Krim-Übernahme durch Russland hat das ukrainische Parlament den Rücktritt von Verteidigungsminister Igor Tenjuch angenommen. Zum Nachfolger wurde am Dienstag Michailo Kowal bestimmt. Tenjuch hatte sein Amt wegen der Kritik an seinem Umgang mit der Krim-Krise zur Verfügung gestellt.

Auf der Krim haben derweil russische Soldaten nach ukrainischen Angaben das letzte Schiff der ukrainischen Marine gestürmt. Ein Sprecher des Verteidigungsministeriums in Kiew teilte auf seiner Facebook-Seite mit, die Angreifer hätten das Minensuchboot "Tscherkassi" auf dem See Donuslaw im Westen der Krim unter ihre Kontrolle gebracht.

Russen kamen mit Schnellbooten und Hubschraubern

Ein ukrainischer Matrose sagte der Onlinezeitung "Ukrainska Prawda", die russischen Einheiten hätten sich mit Schnellbooten genähert, Hubschrauber seien über dem See gekreist. Am Montag hatten russische Soldaten bereits das Landungsboot "Kostiantyn Olschanki" gestürmt. Die ukrainischen Schiffe lagen auf dem Donuslaw fest, weil die russische Flotte die Passage zum Schwarzen Meer blockierte.

OSZE schickt erste Vorteams

Die Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) schickte ebenfalls am Dienstag die ersten Vorausteams ihrer Beobachtermission in die unruhigen Gebiete der Ukraine. Die ersten vier Teams mit jeweils zwei Beobachtern hätten das nötige Training absolviert und seien "in den Süden und den Osten der Ukraine" aufgebrochen, sagte Missionsleiter Adam Kobieracki auf einer Pressekonferenz in Kiew. In der Hauptstadt seien zuvor "fast 40" Mitglieder der Vorausteams eingetroffen, noch am Dienstag würden weitere elf erwartet.

Die Mission schließt die Krim nicht mit ein. Gegen eine OSZE-Mission hatte sich Russland lange gesperrt, am vergangenen Freitag gab Moskau seinen Widerstand aber auf und eine Beobachtermission ohne das Einsatzgebiet der Krim wurde beschlossen. Sie soll zunächst hundert Mitglieder umfassen, kann aber deutlich ausgeweitet werden.

Einsatzgebiete der OSZE-Mission sind unter anderem die ostukrainischen Städte Donezk und Charkiw. Dort leben wie auf der Krim zahlreiche russischstämmige Bürger.

AFP

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