Umfrage

Nur noch zwei Prozent für die FDP

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FDP-Bundesvorsitzende Christian Lindner.

Berlin - Mehr als ein Jahr nach ihrem Ausscheiden aus dem Bundestag steckt die FDP fest im Umfragetief: Nach dem am Mittwoch veröffentlichten "Stern-RTL-Wahltrend" würden derzeit weiterhin nur zwei Prozent der Wahlwilligen die Liberalen unterstützen.

Bei der Bundestagswahl im vergangenen Jahr hatte die FDP mit 4,8 Prozent erstmals seit Jahrzehnten den Einzug ins Parlament verpasst.

Forsa-Chef Manfred Güllner sieht in der Hamburger Bürgerschaftswahl eine wichtige Wegmarke für die Partei: Dass die FDP in Sachsen, Thüringen und Brandenburg nicht in die Landtage gewählt wurde, "wird sie verschmerzen können", sagt Güllner dem Magazin "Stern". Wenn die FDP aber im kommenden Jahr in der "traditionell liberalen Hochburg" Hamburg aus der Bürgerschaft gewählt würde, "wäre das ein Fanal - und ein weiterer Meilenstein auf dem Weg zu ihrem Ende".

Die FDP schaffe es derzeit einfach nicht, sich als Advokat des politisch heimatlosen Mittelstands zu positionieren, sagte Güllner. In Hamburg wird die FDP auch mit den neugegründeten Neuen Liberalen konkurrieren müssen: In der Partei haben sich enttäuschte FDP-Mitglieder zusammengetan, darunter die ehemalige Hamburger FDP-Chefin Sylvia Canel.

Die Werte für die anderen Parteien blieben im "Stern-RTL-Wahltrend" nahezu unverändert: Die Unionsparteien kamen auf 41 Prozent, die SPD verlor im Vergleich zur Vorwoche einen Punkt und lag bei 23 Prozent. Die Grünen verbesserten sich um einen Prozentpunkt auf zehn Prozent. Die Linke erhielt unverändert neun, die AfD acht Prozent Zustimmung. Der Anteil der Nichtwähler und Unentschlossenen betrug der Erhebung zufolge 28 Prozent. Für den Wahltrend befragte das Forsa-Institut in der vergangenen Woche 2504 repräsentativ ausgewählte Bürger.

AFP

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