Umfrage zeigt

Ossis schätzen Einheit mehr als Wessis

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Eine Deutschlandflagge am 3. Oktober 1990, dem Tag der Deutschen Einheit, vor dem Reichstag in Berlin.

London - 25 Jahre nach dem Mauerfall zeigen sich die Ostdeutschen zufriedener mit der Wiedervereinigung als die Westdeutschen. Nur nicht, wenn es um Bildung und Soziales geht.

Etwa 75 Prozent der Ostdeutschen bewerten die Wiedervereinigung nach einer repräsentativen Umfrage heute positiv. In Westdeutschland sieht dagegen nur rund die Hälfte der Befragten (48 Prozent) mehr Vor- als Nachteile. Das ergab eine Umfrage des Meinungsforschungsinstituts infratest dimap. Rund ein Viertel der Westdeutschen findet demnach, die deutsche Wiedervereinigung habe ihnen eher Nachteile gebracht. Im Osten sagen das nur 15 Prozent.

Im Osten sind vor allem junge Menschen bis 29 Jahre sehr positiv gestimmt. Für 96 Prozent von ihnen überwiegen die Vorteile der Einheit - gegenüber 66 Prozent im Westen. Im direkten Vergleich mit der DDR schätzen die Ostdeutschen am wiedervereinigten Deutschland vor allem die Reisefreiheit und ihre persönliche Freiheit. Dann folgen Wirtschaft, Lebensstandard und berufliche Entwicklungsmöglichkeiten.

Besser im Vergleich zu heutigen Verhältnissen finden dagegen 78 Prozent der Ostdeutschen immer noch das DDR-Schulsystem - das sind sogar zwei Prozentpunkte mehr Zustimmung als in einer ersten Umfrage aus dem Jahr 1995. Weiterhin nennen Ostdeutsche die soziale Absicherung, die Gleichberechtigung von Mann und Frau und das Gesundheitssystem als Stärken der DDR.

Das politische System der Bundesrepublik wertet etwas mehr als die Hälfte der befragten Ostdeutschen (57 Prozent) als Stärke - rund ein Fünftel (19 Prozent) entscheidet sich bei dieser Frage für die DDR.

Die Meinungsforscher befragten im Auftrag der MDR-Sendereihe „Exakt! - So leben wir!“ von Mitte August bis Anfang September 2014 rund 1000 Menschen ab 14 Jahren in der gesamten Bundesrepublik.

Das war die Ära Helmut Kohl

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dpa

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