UN: 100 Lkw erreichen belagerte syrische Städte

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Die USA, Russland und die beteiligten Regionalmächte hatten sich am vergangenen Freitag auf die Hilfslieferungen geeinigt. Foto: Youssef Badawi

Es ist immerhin ein Anfang. Versorgungskonvois treffen in belagerten Gebieten in Syrien ein. Doch es warten noch Hunderttausende auf Hilfe. Ein Test, nicht nur für die UN.

Beirut/Damaskus (dpa) - Mehrere UN-Hilfskonvois haben fünf belagerte Städte in Syrien erreicht. Die knapp 100 Lastwagen mit Hilfsgütern hatten von Damaskus aus Ziele in der Nähe der Hauptstadt sowie im Nordwesten des Landes angefahren, berichteten UN-Vertreter und Staatsmedien übereinstimmend.

Die Städte werden von verschiedenen Konfliktparteien des syrischen Bürgerkriegs belagert. "Die Operation dauert noch an", sagte Linda Tom von der UN-Organisation für humanitäre Hilfe (OCHA).

Die Hilfskonvois hatten Lebensmittel und Medikamente für fast 100.000 Menschen in den umkämpften Städten geladen, erklärte ein UN-Sprecher. Der UN-Sonderbeauftragte Staffan de Mistura sagte, es lebten mehr als 400.000 Menschen in Syrien in belagerten Gebieten. Er sieht in den ersten Lieferungen auch einen Test für die Fähigkeit der UN humanitäre Hilfe zu leisten und für die syrischen Konfliktparteien, ob sie diese zuließen.

Die USA, Russland und die beteiligten Regionalmächte hatten sich Ende vergangener Woche bei einer Syrien-Konferenz in München auf die Hilfslieferungen geeinigt.

Der neue UN-Flüchtlingskommissar Filippo Grandi sprach am Mittwoch bei einem Besuch in Berlin von einem "kleinen Fenster der Gelegenheiten", das durch die Vereinbarungen der jüngsten Syrien-Konferenz in München entstanden sei. "Ich denke, es wird kompliziert bleiben", sagte der italienische UN-Diplomat. "Aber jeder Fortschritt ist ein Fortschritt."

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