Wird es ein Kopf-an-Kopf-Rennen mit Trump?

"New York Times" unterstützt Clinton

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Hillary Clinton bei einem Wahlkampfauftritt in Orlando. 

New York - Clinton sei mutig, zäh und erfahren: So begründen Journalisten der New York Times ihre Wahlempfehlung für die demokratische Kandidatin Hillary Clinton. Für Trump finden sie weniger gute Worte. 

Knapp sechs Wochen vor der US-Wahl hat sich die „New York Times“ offiziell hinter die Demokratin Hillary Clinton gestellt. Sie habe eine langjährige Erfahrung und eine Menge pragmatische Ideen vorzuweisen, hieß es in einem am Samstag online veröffentlichten Meinungsartikel des Editorial Board. Das ist das für Kommentare zuständige Journalisten-Gremium der Zeitung.

Ein Anti-Trump-Kommentar soll folgen 

Der Republikaner Donald Trump dagegen habe nur viel versprochen, aber nichts Konkretes über sich selber oder seine Pläne offenbart. Die Zeitung kündigte einen gesonderten Kommentar an, in dem sie darlegen will, warum Trump nach ihrer Auffassung „der schlechteste Kandidat ist, den eine größere Partei in der modernen Geschichte nominiert hat“.

Zeitung lobt Clintons Erfahrung und Intellekt

Clinton habe die nötigen Fähigkeiten, die politischen Herausforderungen der nächsten Jahre zu meistern, heißt es weiter. „Unsere Unterstützung wurzelt in Respekt für ihren Intellekt, ihre Erfahrung, Zähigkeit und ihren Mut“, den sie in ihrer langen Karriere gezeigt habe.

Clinton und Trump vor erstem TV-Duell gleichauf

Kurz vor dem ersten TV-Duell zwischen den US-Präsidentschaftskandidaten Hillary Clinton und Donald Trump liegen die Politiker einer neuen Umfrage zufolge in der Wählergunst gleichauf. Laut der am Sonntag veröffentlichten Umfrage für die "Washington Post" und ABC News standen die Demokratin und der Republikaner bei 41 Prozent der Wählerstimmen. Der Kandidat der Libertären Partei, Gary Johnson, und die Grünen-Politikerin Jill Stein kamen auf sieben beziehungsweise zwei Prozent.

Im direkten Vergleich verbuchten Clinton und Trump 46 Prozent der Wählerstimmen auf sich. Andere Umfragen zeigten zuletzt aber nach wie vor einen knappen oder eindeutigen Vorsprung Clintons. Hinsichtlich Geschlecht und Bildung setzten sich die Tendenzen der Vergangenheit bei der neuen Umfrage fort: Männer favorisieren zu 54 Prozent Trump, Frauen zu 55 Prozent Clinton. Bei der Unterstützung durch weiße Wähler liegt Trump vorn.

Trump droht mit Einladung von Ex-Clinton-Geliebter zur TV-Debatte

Unterdessen drohte der populistische Republikaner damit, eine frühere Geliebte von Clintons Ehemann Bill zu der TV-Debatte einzuladen. Der Ex-Präsident hatte als Gouverneur von Arkansas eine Affäre mit dem ehemaligen Model Gennifer Flowers. Nachdem der Trump-Kritiker und Milliardär Mark Cuban angekündigt hatte, am Montag bei der TV-Debatte in der ersten Reihe zu sitzen, twitterte Trump: "Wenn der dämliche Mark Cuban in der ersten Reihe sitzen will, werde ich vielleicht Gennifer Flowers direkt neben ihn setzen!"

Sie selber schrieb am Samstag auf Twitter: „Hi Donald. Du weißt, dass ich in Deiner Ecke bin und definitiv bei der Debatte sein werde.“

Nach ironischen Reaktionen von Clintons Wahlkampfteam über die Debattenkultur des umstrittenen Immobilientycoon und TV-Entertainers erklärte Trumps Wahlkampfmanager Kellyanne Conway, es gebe keine Einladung an Flowers und es sei auch keine Einladung vorgesehen. Auch habe Trump nicht vor, in der Debatte über die Seitensprünge von Hillary Clintons Ehemann zu sprechen. 

dpa/afp

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