FDP verliert Mitglieder und Spenden

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Außenminister Guido Westerwelle (r) und Bundesgesundheitsminister Philipp Rösler führen ein ernstes Gespräch

Berlin - Die FDP verliert weiter Mitglieder und Einnahmen. Auch spendable Unternehmen wenden sich von der Partei ab. Eine Prognose gibt nun Aufschluss darüber, wie es in Zukunft weitergehen könnte.

Die FDP verliert nach Angaben der “Frankfurter Rundschau“ weiter Mitglieder und Einnahmen. Ende 2010 hätten die Liberalen noch 68.541 Mitglieder gehabt - fast 4000 weniger als im Bundestagswahljahr 2009 (72 116), berichtet das Blatt am Donnerstag. Auch in diesem Jahr setze sich der Mitgliederschwund ungehindert fort, sagte Parteisprecher Wulf Oehme dem Blatt: “Dass sich die Tendenz aufhellt oder gar dramatisch verbessert, können wir nicht erkennen.“

Der Parteisprecher räumte auch ein, dass sich die schrumpfenden Mitgliederzahlen, die mauen Wahlergebnisse der vergangenen Monate und der damit verbundene Rückgang der staatlichen Parteienfinanzierung negativ auf die FDP-Kasse auswirke. “Natürlich bringen schlechte Wahlergebnisse, weniger Mitglieder und weniger Spenden schlechtere Finanzen mit sich“, sagte Oehme. Von einer “dramatischen Schieflage“ aber könne man nicht sprechen.

Sie waren die Chefs der FDP

Sie waren die Chefs der FDP

Gleichwohl wenden sich nach FR-Angaben inzwischen auch für gewöhnlich spendable Wirtschaftsunternehmen von der FDP ab. Das gehe unter anderem aus den vom Deutschen Bundestag veröffentlichten Großspenden in Höhe von mehr als 50 000 Euro hervor. Im Jahr der Bundestagswahl 2009 verzeichnete die Partei danach allein durch Großspenden Einnahmen von 1 655 043,58 Euro. 2010 kam die FDP dagegen nur noch auf ein Großspendenvolumen von 520 887, 41 Euro. Größte Spender im vergangenen Jahr waren die Allianz und der Verband der bayerischen Metall- und Elektroindustrie. In diesem Jahr verzeichnete die Partei bislang demnach erst Großspenden im Gesamtwert von 115 629,35 Euro, sie liegt damit allerdings noch immer auf Rang 2 hinter der Union.

dpa

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