Trauriger Rekord im Oktober

So viele Tote im Irak wie lange nicht mehr

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Ein Autobombenanschlag in Bagdad.

Bagdad -  Ein sehr trauriger Rekord: Im Irak sind im Oktober so viele Menschen bei Anschlägen getötet worden wie seit mehr als fünf Jahren nicht mehr.

Mit 964 Toten war der vergangene Monat derjenige mit der höchsten Zahl an Toten seit dem April 2008, wie Daten der irakischen Regierung am Freitag zeigten. Demnach wurden 855 Zivilisten, 65 Polizisten und 44 Soldaten getötet. Darüber hinaus seien 1600 Menschen verletzt worden, teilten die Ministerien für Gesundheit, Inneres und Verteidigung mit. Im April 2008 waren bei Anschlägen 1073 Menschen getötet worden.

Im Irak hat die konfessionell motivierte Gewalt seit Januar wieder deutlich zugenommen. Hintergrund ist unter anderem ein Machtkampf zwischen dem schiitischen Ministerpräsidenten Nuri al-Maliki und der sunnitischen Opposition, die ihm einen autoritären Regierungsstil und die Diskriminierung ihrer Minderheit vorwerfen. Extremistengruppen mit Verbindungen zum Terrornetzwerk Al-Kaida nutzen die angespannte Lage, um Kämpfer im Irak zu rekrutieren und Anschläge zu verüben.

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Al-Maliki hält sich derzeit in Washington auf. Am Freitag trifft er US-Präsident Barack Obama. Ranghohe US-Regierungsvertreter kündigten bereits Hilfe für die irakische Regierung im Kampf gegen Extremisten an. Geplant sind den Angaben zufolge Rüstungshilfen und geheimdienstliche Unterstützung. Sie sollen insbesondere mit Blick auf Gruppierungen zur Verfügung gestellt werden, die mit Al-Kaida in Verbindung stehen.

afp

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