Viele Tote bei Protesten gegen Gaddafi 

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Zahlreiche Libyer sind am Donnerstag allen Einschüchterungsversuchen der Sicherheitskräfte zum Trotz auf die Straßen gegangen.

Kairo - Zahlreiche Libyer sind am Donnerstag allen Einschüchterungsversuchen der Sicherheitskräfte zum Trotz auf die Straßen gegangen. Es soll mehrere Tote bei den Protesten gegeben haben.

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Sie versammelten sich in mindestens vier Städten zu Demonstrationen und forderten unter anderem den Abtritt von Präsident Muammar Gaddafi. Bei den Kundgebungen wurden Berichten zufolge mindestens 14 Demonstranten getötet. 14 Protestierende seien bei den Protesten festgenommen worden, teilte die Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch mit. In der Hauptstadt versammelten sich Hunderte Anhänger der Regierung zu Kundgebungen.

Nach Angaben auf Internetseiten der libyschen Opposition und eines Gaddafi-Gegners fanden in vier Städten des Landes am Donnerstag, der zum “Tag des Zorns“ ausgerufen worden war, Protestkundgebungen statt. Die Aufrufe zur Teilnahme an den Demonstrationen wurden wie auch in Tunesien und Ägypten per Facebook und Twitter verbreitet. “Heute haben die Libyer die Mauer aus Angst durchbrochen. Es ist ein neuer Morgen“, sagte Fais Dschibril, ein im Ausland lebender Oppositionspolitiker. Zwtl: Zugeständnisse sollen Lage beruhigen Ähnlich wie auch andere arabische Herrscher versuchte Gaddafi, die Bevölkerung mit Zugeständnissen zu beruhigen.

Er verdoppelte die Löhne der Staatsbediensteten und entließ 110 mutmaßliche islamistische Extremisten. Wie die amtliche Nachrichtenagentur JANA meldete, waren für Donnerstag auch Kundgebungen von Tausenden Gaddafi-Anhängern in Tripolis und anderen Städten geplant. Sie sollten die ewige Einigkeit mit dem Führer der Revolution zeigen, hieß es. Zeugen berichteten, in Tripolis hätten Regierungsanhänger libysche Flaggen an ihren Autos befestigt. Ansonsten gehe das Leben seinen normalen Gang. Zwtl: Scharfschützen sollen Feuer eröffnet haben Nach Angaben der libyschen Opposition wurden in der Stadt Bejida vier Demonstranten von Sicherheitskräften getötet. Sie seien von Scharfschützen erschossen worden, hieß es auf der regierungskritischen Internetseite Libya al Jum. Sowohl am Mittwoch wie auch am Donnerstag kam es in der zweitgrößten Stadt Bengasi zu Demonstrationen. Wann die tödlichen Schüsse fielen, war unklar.

Der in der Schweiz lebende libysche Oppositionelle Fathi al Warfali sagte, elf Demonstranten seinen am Mittwochabend in Bejida getötet und zahlreiche verletzt worden. In der Stadt Sentan seien am Donnerstag zwei weitere Menschen ums Leben gekommen und in der Stadt Ridschbani sei ein weiterer Mensch getötet worden, sagte der Vorsitzende des Libyschen Komitees für Wahrheit und Gerechtigkeit. Al Warfali zeigte auch ein Video der Proteste in Sentan, auf dem Demonstranten zu sehen waren, die einen Banner mit der Aufschrift “Nieder mit Gaddafi. Nieder mit dem Regime“ trugen.

dapd

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