Jüdischer Weltkongress

Vorwurf: Nazi-Raubkunst in Regierungsbüros

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Der Präsident des Jüdischen Weltkongresses, Ronald S. Lauder.

Berlin - Der Präsident des Jüdischen Weltkongresses (WJC), Ronald S. Lauder, wirft deutschen Behörden vor, sich an der Verschleierung von NS-Raubkunst zu beteiligen.

In Regierungsbüros hingen Bilder, die vermutlich von den Nationalsozialisten ihren jüdischen Besitzern gestohlen worden seien, sagte Lauder der „Süddeutschen Zeitung“ vom Mittwoch. Museen würden „einige ihrer problematischen Bilder“ an Regierungsbüros geben, „weil sie wissen, dass die Öffentlichkeit nicht einfach dort hingehen kann und sie sehen kann“. Namen und Orte nannte Lauder keine. „Ich habe Leute, die für mich arbeiten und die an solche Orte gehen und Dinge sehen.“

In der vergangenen Woche hatte Lauder in Berlin eine Aufhebung der Verjährung für NS-Raubkunst gefordert. Dabei hatte er den Behörden und Museen vorgeworfen, sich nicht aktiv an der Suche nach Raubkunst zu beteiligen.

Nazi-Raubkunst: Werke aus dem Gurlitt-Fund

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Deutsche Museen und ihre Direktoren seien in dieser Frage sehr empfindlich, sagte Lauder. „Niemand sagt mir: Nein, Herr Lauder, Sie irren, es gibt keine Raubkunst in deutschen Museen. Was sie mir sagen, ist: Wir haben nicht die erforderlichen Gesetze, wir haben nicht das nötige Geld, wir haben nicht genug Erfahrung. Wenn sie sagten: Dies sind die Probleme, wir würden sie gern lösen, bitte helfen Sie uns, sie zu lösen, dann würde ich ihnen helfen.“

dpa

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